c. Welches ſind die hauptſächlichſten Producte der Landwirthſchaft, bezw. welche Productionsrichtungen machen ſich im landwirthſchaftlichen Betriebe der Gemeinde vorzugsweiſe geltend?
d. Iſt der landwirthſchaftliche Betrieb im Allgemeinen ein rationeller zu nennen, oder haften ihm weſentliche Mängel an und welche?
Stehen letztere u. A. mit einer ſehr weit gehenden Parcellirung der Grundſtücke und dem herrſchenden Flurzwang im Zuſammenhang?
a. Der Boden in der Gemarkung von Ober⸗Hilbersheim beſteht aus einem leichten Lehmboden, der jeweilig in dem Untergrunde mit Sandadern durchſchnitten iſt, ſo daß die Qualität des Bodens mehr oder weniger von dieſen Sandadern abhängig iſt.
Man unterſcheidet in der Qualität des Bodens:
1. ſatziges Feld, 2. gutes Ackerfeld und 3. leichtes Feld.
Das ſatzige Feld findet ſich meiſtens in der Nähe des Dorfes in der Rich⸗ tung nach Nieder⸗Hilbersheim zu, jedoch trifft man ſolches auch in anderen Ge⸗ wannlagen der Gemarkung. Daſſelbe iſt humusreich und tiefgründig, daher am er⸗ tragreichſten.
Das gute Ackerfeld findet ſich durch die ganze Gemarkung vor, und hat bei etwa 3 Meter Tiefe einen mehr lehmigen Untergrund.
Das leichte Ackerfeld iſt in verſchiedenen Gewannlagen anzutreffen, hat eine Ackerkrume von geringer Tiefe mit ſandigem oder kieſigem Untergrund.
In der Richtung nach Süd⸗Oſten oder nach Engelſtadt findet man bei 4 bis 5 Meter Tiefe Kalkſtein und auch größere Sandlager, welche das Baumaterial für die Aufführung der landwirthſchaftlichen Gebäude abgeben.
Der Boden iſt leicht zu bebauen und iſt 30 bis 40 Centimeter tief cultivirt.
Der Boden iſt kleefähig und wird hauptſächlich Eſparſette mit Rothklee, in letzter Zeit jedoch mit mehr Luzerne bepflanzt. Die Eſparſette iſt die Hauptkleeart. Luzerne wird für ſich allein nur in einzelnen Parcellen angebaut, hält jedoch nur 3 bis 4 Jahre, dann geht ſie auffällig im Ertrage zurück.
Das Terrain iſt eben, ſteigt jedoch von dem Orte Ober⸗Hilbersheim langſam nach allen Richtungen hin, mit Ausnahme nach dem Orte Nieder⸗Hilbersheim. Hier bildet ſich eine Thalmulde, in welcher das ſich ſehr reichlich vorfindende Quellwaſſer durch ein Bächlein, das in ſeinem Laufe 7 bis 9 Mühlen treibt, nach dem Rheine abfließt.
Von Ober⸗Hilbersheim bis nach Nieder⸗Hilbersheim zieht ſich in dieſer Thal⸗ mulde neben dem Bächlein nach Oſten zu ein kleines Wäldchen hin, welches mit


