Teil eines Werkes 
Band 2, Erster Theil (1886)
Entstehung
Seite
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feſtſtellen, daß Güter unter 5 Hectar in Rodheim nicht mehr hierzu im Stande ſind. Auch die weitere Anſicht wird hierdurch beſtärkt, daß Arbeitsgelegenheit nicht genügend vorhanden iſt, denn die kleinen Tagelöhnergüter und Güter mit Gewerbebetrieb ſind am höchſten belaſtet. Ferner auch die Anſicht, daß, weil ein Gut mit über 5 Hectar landwirthſchaftlich benutzten Bodens einer nicht zu großen Familie Arbeitsgelegenheit genug bietet, das beſtehende Vererbungsrecht, welches auf die Verringerung der größeren Güter hinwirkt, im Intereſſe einer geſunden Volkswirthſchaft nicht liegt.

Die weiteren Antworten ergeben ſich aus den Tabellen.

b. Ueber dieſe Fragen haben beſtimmte Thatſachen nicht ermittelt werden können, da ſich aus den Hypothekenbüchern allein ſichere Schlüſſe nicht ergaben. Die Mo⸗ biliarſchulden ſtammen ſämmtlich aus den letzten 5 Jahren. Sie ſind entweder erſt ſeit dieſer Zeit gemacht oder neu eingetragen worden. Aus allen hieraus bezüglichen Erhebungen hat ſich aber die Anſicht ergeben, daß die Verſchuldung in ſtarker Zu⸗ nahme begriffen iſt.

c. Zinſen und Güterziele wurden im Allgemeinen pünktlich bezahlt, bemerkens⸗ werthe Rückſtände daran kommen nicht vor.

d. Als Urſachen der zunehmenden Verſchuldung ſind zu bezeichnen:

1. Zu kleine Güter, nicht genügende Arbeitsgelegenheit, in letzter Linie das beſtehende Erbrecht.

2. Ungenügende Rentabilität und alle Gründe, welche dieſe bedingen (Frage IX).