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Frage I.
a. Welche Bodenverhältniſſe zeigt die Gemarkung, welchen Character hat das Klima und wie iſt hiernach im Allgemeinen die Fruchtbarkeit der Ländereien; iſt letztere ſehr günſtig, mittel oder gering?
b. In welchem Verhältniß ſtehen die verſchiedenen Arten des Kulturlandes— Acker, Wieſen, Weiden, Rebland ꝛc.— zu einander und iſt dieſes Verhältniß im Allgemeinen als ein wirthſchaftlich günſtiges zu bezeichnen?
c. Welches ſind die hauptſächlichſten Producte der Landwirthſchaft, bezw. welche Productionsrichtungen machen ſich im landwirthſchaftlichen Betriebe der Gemeinde vorzugsweiſe geltend?
d. Iſt der landwirthſchaftliche Betrieb im Allgemeinen ein rationeller zu nennen, oder haften ihm weſentliche Mängel an und welche?
Stehen letztere u. A. mit einer ſehr weit gehenden Parcellirung der Grundſtücke und dem herrſchenden Flurzwang im Zuſammenhang?
a. Wie ſchon einleitend bemerkt wurde, gehört die Gemarkung Rodheim zur „Wetterau“ und zwar ſowohl ihrer climatiſchen wie geologiſchen Verhältniſſe nach. Der Boden iſt ein Schwemmlandslehm, welcher in ſeiner oberſten zum Acker⸗ bau benutzten Schicht in der Baſaltverwitterung des Vogelsberg ſeinen Urſprung hat. Nur der weſtliche höher gelegene Theil der Gemarkung, in welchen die Aus⸗ läufer des Taunus herein laufen iſt etwas kieſiger. Eine ſolche Kiesader durchzieht die Gemarkung von S. O. nach N. W. in einer Breite von oft nur wenigen bis zu 150 Meter und mehr. Der Untergrund iſt faſt überall gleich dem Obergrund, ſo daß der Tiefcultur keine Schranken geſetzt ſind. Das Ackerfeld vertheilt ſich nach dem Centralcataſter auf 4 Claſſen mit den folgenden Flächen und Reinerträgen: Reinertrag pro ¼ Hectar
1 Cl. 141,8 Hectar mit..... Mk. 16,25 2„ 512,„„„ 9/38 3„ 404,8„„....„ 1725 4„ 166,3„„...„ 020
4 75,7 Dectar. Die Wieſen:
1 Cl. 9,9 Hectar mit...... M. 18,97 3„ 35,5„„.....„ 10 20 3„ Se,At„„....... 3 86 4„, 36,5„„„„ 010
189,3 Hectar


