Teil eines Werkes 
Band 2, Erster Theil (1886)
Entstehung
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ſteinige Boden, die bergige Lage, welche es bedingt, daß die Ackerkrume häufig abge⸗ ſchwemmt wird, das rauhe Klima mit ſeiner kurzen Vegetationszeit, die kurzen Haupt⸗ arbeitsperioden im Frühjahr und Herbſt bedingen die geringen Erträge, die oft die Beſtellung und Ernte kaum bezahlt machen. Je mehr daher die Arbeit in ihrem Werthe und in ihrer Bezahlung geſtiegen iſt, deſto mehr hat der Betrieb in Burk⸗ hards auf den arbeitsextenſiven Futterbau und die Viehzucht hingedrängt. Es iſt dies eine wirthſchaftliche Maßnahme, die ſicher in Zukunft noch mehr Berückſichtigung finden wird, die aber auch, als Gegengewicht gegen die ungünſtigen Fruchtbarkeitsverhältniſſe, als die einzige zu betrachten iſt, wodurch die Rentabilität der Güter in Burkhards etwas erhöht werden kann.

Anders verhält es ſich mit dem unter 2. angegebenen Factor. Schon bei Be⸗ antwortung der Frage I iſt angegeben worden, daß die Landwirthe 90 pCt. ihrer Einnahmen aus der Viehhaltung beziehen, daß dieſe Einnahme reſultirt zu ½ aus dem Verkauf von Butter, zu ½ von Vieh. Eine beſſere Verwerthung dieſer Hauptverkaufsproducte müßte daher von dem weitgehendſten Einfluß auf die Rentabilität der dortigen Güter ſein. Nun wird aber, bei einem Durchſchnittspreis des Pfundes Butter zu 80 Pf. und bei Verfütterung der Magermilch an die Schweine, das Liter Milch zu höchſtens 7 ½ Pf. verwerthet, eine Verwerthung die bei entſprechender Ein⸗ richtung für die Verarbeitung und für den Abſatz beſtimmt um 2 Pf. erhöht werden könnte. Zur Zeit haben 4 Butterhändler den ganzen Handel mit dieſem Product in ihren Händen. Da ſie aber auch nicht direkt mit den Conſumenten verkehren, ſondern zumeiſt an Händler verkaufen, ſo erklärt ſich der geringe Durchſchnittspreis von nur 80 Pf. für das im Allgemeinen recht gute Product. In gleicher Weiſe verhält es ſich mit dem Abſatz des aufgezogenen Viehes, deſſen Handel von einigen Viehhändlern faſt monopoliſirt iſt, ſo daß natürlich auch hier rieſige Summen für die Landwirthe verloren gehen. Für ſich allein vermag der einzelne Landwirth z. Z. dieſe Verhält⸗ niſſe kaum zu ändern, da die Haupt⸗Handels⸗ und Conſumorte zu weit entfernt liegen und zu ſchwer zu erreichen ſind.

Zu 3. Ein mangelhafter landwirthſchaftlicher Betrieb macht ſich hauptſächlich in der Viehzucht geltend. Worin derſelbe beſteht und wie demſelben abgeholfen werden kann, iſt unter a. beſonders erörtert worden.

Zu 4. Daß Steuern und Umlagen unter den Urſachen, welche die ſchlechte Renta⸗ bilität der Güter in Burkhards mit bedingen, genannt werden müſſen, iſt in der Thatſache begründet, daß dieſelben 10 bis 25 pCt. der Roheinnahmen der Güter in Burkhards betragen.

Frage X.

Zu welchen Schlußbetrachtungen gelangt die Commiſſion auf Grund ihrer Erhebungen über die Geſammtlage der landwirthſchaftlichen Be⸗ völkerung der Gemeinde, bezw. von welchen Verhältniſſen oder Maß⸗