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Aus den Berechnungen geht hervor, daß zur Ernährung und vollen Beſchäftigung einer Familie in Burkhards je nach Umſtänden 6—8 Hectar Ackerland und Wieſe nöthig ſind.
IV. Rentabilitätsberechnung, beſtehend aus den Nachweiſen über den Rohertrag (excluſive der für die Production in der Wirthſchaft wieder verwendeten Producte), die Productionskoſten und den Reinertrag.
Die Rentabilitätsberechnungen der beiden Güter haben zu dem Reſultat geführt, daß der Grund und Boden eine Grundrente nicht bringt, daß das Betriebscapital in dem größeren Gute nicht, in dem kleineren Gute nur mit 0,3 pCt. verzinſt wird. Die ganze Arbeit iſt in Gut I zu 1172 Mk. angeſetzt, kann aber nur mit 1026 Mk. bezahlt werden. Da die Unterhaltung der Familie, von der Wohnung abgeſehen(Er⸗ nährung 775 Mk., Kleidung und Arzt 230 Mk., Zukauf von Nahrungsmitteln 55 Mk., Heizung und Beleuchtung 39 Mk., Taſchengeld den Söhnen 50 Mk.) 1149 Mk. be⸗ trägt, ſo entſteht bei dieſer Gutswirthſchaft, da von obigen 1026 Mk. noch die direkten Ausgaben für Löhne im Betrage von 164 Mk. abzuziehen ſind, die ſchon in der Geld⸗ rechnung gefundene Verminderung des Vermögensbeſtandes um ca. 280— 290 Mk. jährlich, wozu noch die Zinſen im Betrage von ca. 50 Mk. kommen. Bei Gut II iſt die ganze Arbeit mit 697 Mk. angeſetzt. Zieht man hiervon den Lohn der Magd mit 80 Mk. ab, ſo bleibt für die Familie 617 Mk. Die Erhaltung der Familie, abgeſehen von der Wohnung, koſtet(380+ 22,5+ 24,6+ 150+ 10) 587 M. Die Familie würde alſo ſogar etwas mehr verdienen als wie ſie die Unterhaltung koſtete. Hieraus, aus der Verzinſung des Betriebscapitales, der nicht zurückgelegten Amortiſationsſumme für die Gebäude, den nicht ausgegebenen Verſicherungsprämien u. ſ. w. entſteht das in der Geldrechnung zu Tage tretende Plus, womit die Zinſen des geliehenen Capitals bezahlt werden können.
b. Aus den Erhebungen und Berechnungen geht hervor, daß die Güter in Burk⸗ hards eine Rente nicht bringen. Die Gründe für dieſe Erſcheinung ſind im Weſent⸗ lichen zu ſuchen in:
1. den Fruchtbarkeitsverhältniſſen der Gemarkung,
2. den ungünſtigen Abſatzverhältniſſen und zwar ſowohl ſchlechten Preiſen, wie unrationellen Einrichtungen für den Abſatz, b
3. in einem mangelhaften landwirthſchaftlichen Betrieb,
4. hohen Steuern und Umlagen.
Wenn vielleicht auch noch ein anderer Factor mitwirkt, nämlich die theilweiſe mangelhafte Melioration und die Zerſplitterung der Grundſtücke, ſo tritt dieſer bei den gegebenen localen Verhältniſſen ſo ſehr in den Hintergrund, daß eine Aufführung unter den Haupturſachen kaum gerechtfertigt erſcheint. Der geringe Werth des Bodens, die natürliche Lage und die ungünſtigen klimatiſchen Verhältniſſe laſſen es zweifelhaft erſcheinen, ob ein ſchnelleres Vorgehen in der Verbeſſerung des Grund und Bodens von weſentlichem Einfluß auf eine höhere Rentabilität der Güter in Burkhards iſt.
Zu 1. In den Fruchtbarkeitsverhältniſſen der Gemarkung liegt zweifellos der Hauptgrund für die ſchlechte Rentabilität der dortigen Güter. Der ſehr ſeichte, zumeiſt


