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d. Iſt der landwirthſchaftliche Betrieb im Allgemeinen ein rationeller zu nennen, oder haften ihm weſentliche Mängel an und welche?
Stehen letztere u. A. mit einer ſehr weit gehenden Parcellirung der Grundſtücke und dem herrſchenden Flurzwang im Zuſammenhang?
a. Der Boden der Gemarkung iſt ausſchließlich ein Verwitterungsboden des Baſaltes, der unmittelbar auf dieſem Geſtein aufliegt. Zumeiſt iſt die Ackerkrume ſehr ſeicht, ſo daß kaum 10 bis 15 Centimeter tief gepflügt werden kann, hierzu kommt, daß durch die bergige Lage der Felder dieſe häufig noch durch Abſchwemmung leiden, ſo daß an eine vortheilhafte Ackerbewirthſchaftung kaum zu denken iſt. Nach der Hauptüberſicht aus dem Centralkataſter für 1883/84 vertheilt ſich das Ackerland auf folgende 5 Claſſen mit den nebenſtehenden Reinerträgen:
Reinertrag für ½¼ Hektar
4 Cl. 10 Hectar mit..... 8 Mr. 35 Pf. 2„ 47 5„...5 193„ 8 77,25 7„. 3„ 4„ 30,25 7„..... 1„ 1„ 5 1 87,54 1 1 5 9 1 bei Wieſen: 1 Gl. 15,51 Hectar mit..... 15 Mr. 39 Pf. 3 A„. 10 26„ 3 e 1,„ 4.„ 131,50„„..... 3„ 12,„ 5 2 185,42 2 1. 1 36 1
Hiernach ſind von den Ackerländereien ca. 16%, von den Wieſen ca. 12% in die 1. und 2. Claſſe eingeſchätzt oder ca. 13,5% der ganzen Gemarkung. Bei einer eingehenden Beſichtigung der Gemarkung und bei Vergleichung der Einſchätzung der benachbarten Orte hat ſich die Ueberzeugung aufgedrängt, daß dieſe Einſchätzung zu hoch gegriffen iſt, daß hauptſächlich bei den Wieſen höchſtens 5% in die 1. und 2. Claſſe hätten aufgenommen werden dürfen. Die Bodenqualität iſt alſo für 95% des landwirthſchaftlich benutzten Bodens als gering, für 5% als mittel zu bezeichnen.
Das Klima iſt bei einer für Mitteldeutſchland immerhin ſchon beträchtlichen Höhe(375 Meter über dem Meeresſpiegel) als feucht und rauh zu bezeichnen, ſo daß in ſchlechten Jahren der Hafer kaum reif wird, oder nicht eingeerntet werden kann. Auch für das Wintergetreide iſt das Klima, wegen der Länge der vegetationsloſen Zeit, wenn ſich dasſelbe auch für den Graswuchs günſtig zeigt, nicht beſonders geeignet.
b. Die in Betracht kommenden Culturarten: Acker und Wieſe ſtehen im Verhältniß wie 1: 1, 3, während es 1874 wie 1: 0,9 ſtand.
Wenn dieſes Verhältniß als ein für das Ackerland entſchieden ſehr günſtiges bezeichnet werden muß, ſo geht doch aus obiger Thatſache zur Evidenz hervor, daß
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