Teil eines Werkes 
Band 2, Erster Theil (1886)
Entstehung
Seite
8
Einzelbild herunterladen

vorhanden; in der todten Hand befinden ſich nur ca. 8 Hectar der Pfarrei ge⸗ höriges Gelände, das im Einzeluen verpachtet iſt; die Gemeinde beſitzt ca. 12 Hectar, von denen wie zu d. erwähnt, 5500 Quadrat⸗Meter an die Ortsbürger vertheilt ſind, der Reſt aber als Beſoldungsgut für verſchiedene Gemeindebedienſtete u. ſ. w. ver⸗ wendet wird.

Weſentliche Aenderungen in der Beſitzvertheilung ſind ſeit geraumen Jahren nicht vorgekommen.

c. Die Beſitzvertheilung kann nach den oben gegebenen Daten als eine günſtige bezeichnet werden.

d. Die Gemeinde beſitzt ein Terrain von ca. 5500 Quadrat⸗Meter, dicht am Ort gelegen, das in Parcellen von ca. 52 Quadrat⸗Meter unter die dem Eintrag in das Ortsbürgerregiſter nach älteſten Ortsbürger und Ortsbürgerwittwen auf Lebens⸗ dauer unentgeltlich vertheilt iſt und durchgehends zum Anpflanzen von Kraut benutzt wird; einen irgend erheblichen Einfluß auf die Lage der Bevölkerung hat der Genuß dieſes Gemeindegeländes nicht.

Zu Anfang dieſes Jahrhunderts und zuletzt im Jahre 1818 hat die Gemeinde zu verſchiedenen Malen beinahe werthloſes Waldgelände, im Ganzen 670 Morgen (162,5 Hectar), erblich unter die Ortsbürger unter Auferlegung einer kleinen Grund⸗ rente(4 fl. 30 kr. pro Hectar) vertheilt. Selbſtverſtändlich hat dieſes jetzt als Ackerfeld und Wieſe benutzte Gelände einen ſehr verſchiedenartigen Werth je nach der Kultur, die es erfahren. Die Ablöſung der Grundrente, die geſetzlich zuläſſig iſt, würde die jetzigen Eigenthümer nicht unerheblich erleichtern.

Frage III.

a. Welches ſind die durchſchnittlichen Preiſe für die einzelnen Boden⸗ qualitäten der verſchiedenen Culturländereien(Acker, Wieſe, Weide, Wein⸗ berg ꝛc.), erſcheinen dieſe Preiſe beſonders hoch oder beſonders niedrig und auf welche Urſachen ſind die bezüglichen Erſcheinungen zurückzuführen?

b. Welche Aenderungen in den Preiſen haben ſich in den letzten 5 Jahren vollzogen?

c. Pflegt ein ſtarker Umſatz in Liegenſchaften ſtattzufinden und liegt hierfür(ſ. a) ein berechtigtes Bedürfniß vor?

a. Die verſchiedenen Bodenqualitäten von Acker und Wieſe in Meſſel laſſen ſich in drei Gruppen bringen, von denen die beſte mit etwa 30 Pfg., die mittlere mit 20 Pfg. und die geringe mit 10 Pfg. pro Quadratmeter bezahlt werden. Dem ent⸗ ſprechend geſtalten ſich auch ungefähr die Pachtpreiſe, obgleich das Erträgniß, z. Z. wenigſtens, auch bei Berechnung einer ſehr mäßigen Grundrente, hinter dieſen Kauf⸗

preiſen noch etwas zurückbleiben dürfte(ſ. Frage IX). In einzelnen Fällen werden auch noch 40 Pfg. pro Quadratmeter angelegt, indeß ſind ſolche Preiſe zweifellos