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Besitzer so schnell, dass man deren 6 zählt. Eine Zeitlang wurde es stark von Studenten besucht; aber eine ärgerliche Scene, die vorfiel, verscheuchte sie wieder auf einige Zeit. Von einem der Besitzer hatte es später den Namen Westphälischer Hof erhalten.— In unserm Bilde erscheint auf einer Seite des Hintergrundes der Fet⸗berg.
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7. Das Bieberer Thal und die Obermühle.
Jenseits des vorhin genannten Hofes engt sich auf eine geraume Strecke das Gebiet des Grossherzogthums Hessen so zwischen dem preussischen ein, dass es nur etliche hundert Schritte breit ist; die Strasse führt sodann unweit der Schmitte vorbei, einem äusserst lieblich gelegenen Landsitze, und zieht zunächst nach dem Orte Kodheim. Gleich jenseits desselben beugt sie rechts nach der Höhe, und wer Lust hat, der kann sie bis nach Fellingshausen verfolgen, um sodann den nahgelegenen Dünsberg zu ersteigen. Dies ist die bedeutendste Höhe in der Umgegend von Giessen; sie verdient in manchfacher Beziehung eines Besuches. Der Gipfel des Berges wird von zwei uralten Ring- wällen eingeschlossen.
Verlassen wir jenseits Rodheim die Strasse und bleiben im Thale, so sehen wir uns bald in demselben beengt, besonders in dem Dörfchen Bieber. Nachgerade führt uns der Weg an mehreren Mühlen vorüber, bis wir endlich an die Stelle gelangen, die unser Künstler sich zum Vorwurfe genommen; es ist die Obermühle. Hier glaubt man sich in eines der schönsten Thälchen des Odenwaldes versetzt. Es ist aber noch mehr als das, was uns besonders anzieht. Hier wurde im Jahre 1714 Johann Georg Wille geboren, der, weil der Vater keine Anlagen zu einem Müller in ihm verspürte, frühe nach Giessen kam, um Büchsen- macher zu werden. Auf seinen späteren Wanderungen machte er die Bekanntschaft eines jungen Mannes, der ihn in der Kupferstecherkunst unterrichtete. So kam er nach Paris, hatte hier lange mit Noth zu kämpfen, bis sein Talent endlich erkannt und er zum Hofkupferstecher ernannt wurde. Als solcher erlangte er einen grossen Ruf und starb hochbetagt und hochgeehrt im Jahr 1808. Er ist als der Stifter der neuen Kupferstecherschule zu betrachten. Wenn wir nicht irren, so ist der gegenwärtige Besitzer der Mühle ein Enkel seines Bruders. Wem die Lebensverhältnisse des grossen Künstlers bekannt sind, der


