Jahrgang 
1864
Seite
243
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Belou's neue Luftmaſchine. 243

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Hiermit wandte er ſich zu den Räubern:Wir tranken einander zu, nicht wahr? ſagte er auf den Becher deutend,wir tranken auf die Befreiung Nau⸗ plia's von ſeinem Fluche, auf glücklichen Erfolg der be⸗ ſchloſſenen Unternehmung, auf das Schickſal des Statt⸗ halters Dimitriol So ſei denn Euer Wunſch erfüllt! Kalkargol fuhr der Statthalter in einem furcht⸗ baren Tone fort,hänge dieſe Burſchen an den Bäu⸗ men auf, die Euch verſteckt hielten, und in einer Stunde darf keine Spur ihres verfluchten Raubneſtes mehr übrig ſein! Führt mein Pferd vor, und nehmet dieſen Becher mit, denn er wurde auf das Glück meiner Nach⸗ folger gefüllt, und er ſoll in den Archiven unſerer Re⸗ gierung aufbewahrt werden! Graf Monomades, vorige Nacht waren Sie mein Kammerherr, heute Nacht und noch ein Weilchen länger iſt Kalkargo der Ihrige! Bonfoi! rief Dimitrio einem franzöſiſchen Officier ſeiner Garde vertraulich zu,immer friſch in die Gefahr hinein, wer Sicherheit ſucht! Meine Toll⸗ kühnheit hat mir das Leben gerettet, und jetzt auf nach Nauplia!

Der neue Morgen dämmerte bereits; das Wetter war trübe, kalt und ſtürmiſch, als die Reiterſchwadron das ſchreckliche Künopode im Rücken ließ. Wie ſie den felſigen Weg hinaufritten, der aus der Schlucht auf die Straße führte, ritt der Statthalter voran on der Spitze ſeiner Schar, und keiner überragte ihn an Größe und keiner tummelte kräftiger ſein Roß als er. Als ſie aber die Höhe erreicht hatten, war es nicht mehr finſter, denn der zurückgebliebene Kalkargo war indeß nicht müßig geblieben. Ein wildes rothes Licht ſtrahlte auf ihren dunklen Rüſtungen von der brennenden Hütte her, und Einige, welche zurückblickten, wandten ſich von einem andern Schauſpiele ab, das bei dem Leuchten der Flamme zu gräßlich in's Auge fiel. Die Sonne des nächſten Tages beleuchtete die geſchwärzten Geſichter Pezzalis und ſeiner Raubgenoſſen, und an der Stelle, wo das verhängnißvolle Künopode geſtanden hatte, war nichts mehr zu ſehen als ein Haufen von Aſche. Die Körper der Räuber blieben ohne Bewachung hängen, denn der letzte Schlupfwinkel des Verbrechens war zerſtört; keine ihrer Genoſſen waren mehr übrig, die ſie hätten ſtehlen können. Viele Jahre ſind vergan⸗ gen und ihre Miſſethaten, wenn auch nicht ihr Schickſal ſind längſt vergeſſen, aber ein Stück Land, das inmitten dieſer Wildniß wie ausgehauen daliegt und über wel⸗ chem hohe Ulmen rings umher ſich wölben, iſt der Platz,

wo einſt der Räuber liebſte Wohnung ſtand, und heißt bis auf den heutigen Tag unter dem Landvolke dieſer Gegendder Hundefuß.

Belou's neue Luftmaſchine.

S 1s 1852 in der induſtriellen Welt die Ericsſon ſche Luftmaſchine auftauchte, erregte dieſelbe allerdings Senſation; als man ſie jedoch praktiſch erprobte, zeigte es ſich, daß ſie den von ihr ge⸗ hegten Erwartungen nicht entſprach. Die mit der Ericsſon'ſchen Maſchine zu Anfang 1861

im Conservatoire des arts et métiers zu Paris von Tresca angeſtellten Experimente ergaben, daß ihr Stein⸗ kohlenkonſum bis zu 52 ½6 Kilogramm per Pferdekraft und per Stunde, und die disponible Arbeit nur 0,27 von der Geſammtſumme derſelben beträgt. Demnach läßt, ungeachtet ihrer ſinnreichen Kombinationen, vom Standpunkte des Kohlenverbrauchs ſowohl als von dem der Arbeit und der Komplicirtheit der organiſchen Be⸗ ſtandtheile, ſelbſt dieſe Maſchine noch vieles zu wünſchen übrig. Und trotzdem erfreute ſie ſich einer höchſt günſti⸗ gen Aufnahme in Amerika, da 1861 in Neu⸗York ſchon mehr als 200 Ericsſon'ſche Maſchinen gezählt wurden, und der betreffende Maſchinenbauer deren tagtäglich noch etliche in's Publikum lieferte.

Kurze Zeit nach dem Auftauchen der Ericsſon⸗ ſchen Maſchine unterzogen die Herren Franchot, Le⸗ moine und Lauberau ſich der Prüfung ähnlicher Sy⸗ ſteme, die jedoch nicht in der Praxis zur Ausführung kamen. Vor ſieben oder acht Jahren endlich brach das

Pascalſche Syſtem ſich Bahn. Das Grundprincip des⸗

ſelben beſteht in der Erhitzung und unmittelbaren Ver⸗

dunſtung des Waſſers in einem geſchloſſenen Feuerraum, wo durch einen kräftigen künſtlichen Luftzug die Ver⸗ brennung unterhalten wird, während das ſo entſtehende

Gemiſch überhitzten Waſſerdampfes und Gaſes in einem

Cylinder zur bewegenden Kraft ſich geſtaltet, der Aehn⸗

lichkeit mit dem Trieb⸗ oder Arbeitscylinder gewöhnlicher

Dampfmaſchinen hat. Auf die Art wird ſelbſtredend

die ganze Wärme benutzt, welche bei den beſtehenden

Feuerungsräumen zum Kamin hinausfliegt. Damit iſt

aber immer noch nicht der Uebelſtand beſeitigt, der ſich

auf den zur Verdampfung des Waſſers erforderlichen latenten Wärmeſtoff bezieht, ſo daß der Verluſt an

Wärmeſtoff nach wie vor ein höchſt bedeutender bleibt.

Dem Umſtande iſt es denn auch wohl zuzuſchreiben,

daß von den zwei oder drei Maſchinen, die bis April

1862 von Pascal gebaut waren, keine praktiſch benutzt

und auf längere Zeit in Thätigkeit geſetzt worden ſind.

Am 14. März 1863 erſchien dann freilich im Paufer

Moniteur ein längerer Artikel über die Anwendung

des Pascalſchen Syſtems zur See. Eine Maſchine

jedoch, die, wie es in jenem Artikel heißt, per Stunde und Pferdekraft 22 Liter Waſſer und 2 Kilogramm

Steinkohlen verbraucht, iſt noch immer in Rückſicht auf

den Fortſchritt nicht das, was erforderlich wäre, um

mit Erfolg die in Gebrauch ſtehenden Maſchinen aus dem Felde zu ſchlagen. Wenn nun auch einestheils das Pascalſche Syſtem als mit Dampf und erhitzter

Luft arbeitend, überhaupt der Vortheile der durch er⸗ hitzte Luft getriebenen Maſchine theilhaftig werden 31*