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ches, die an Gottes Wort gebunden ist, zum ehrlichen Rampf herausfordert; inmitten einer Kirche, die selbst dazu beigetragen hat und heute noch beiträgt, daß die deutsche Jugend auf ein Gottes Wort" aus ihrem Herzen und Gefühl, aber nicht auf das Wort Gottes aus dem heiligen Evangelium, das ewig bleibt, hören will.
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Voreiligen Rommilitonen, die mich nach diesen Worten bereits für einen ,, welt, und volksfremden Theologen" halten möchten, sei nur nebenbei gesagt, daß ich nicht welt- und volksfremd" genug war, im Wintersemester 1931/32, da es noch eine recht freiwillige Angelegenheit war, nicht auch mit Freuden in die SA. einzutreten, nicht auch als einer der ersten einen unerlaubten, freien nationalsozialistischen Studentenbund an der Theolo gischen Schule in Bethel(!) mit zu organisieren, nicht auch mit heißem Herzen bedrohte Arbeiterfamilien gegen kommunistische überfälle zu schützen und mit in den Wahlkampf des Lipper Landes zu ziehen und damit als recht anrüchiger Theologe" angesehen zu werden. Die Verteidigung unseres deutschen Volkes gegen die bolschewistischen Horden ist mir damals und würde es auch heute wieder sein eine selbstverständliche Pflicht als deutscher, evangelischer Student gewesen. Allerdings war ich auch Theologe genug, um ein halbes Jahr später aus der SA. auszutreten, als die weltanschauliche Bindung und Schulung des SA.- Mannes immer deutlicher heraustrat, die heute allein Sinn und Zweck des SA.Mannes ausmacht. Es sind für den Theologen zwei verschiedene Dinge, , welt, und volks na h" oder„ welt- und volks gebunden" zu sein. Wer das erstere, aber nicht das letztere ist als protestantischer Theologe, darf sich mit gutem Recht gegen den Vorwurf der Welt- und Volks fremd. heit wehren.
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In dieser unserer besonderen- als junge Theologen der allgemeinen als junge Theologen- Situation der Gegenwart, die uns als bekennende Gemeinde und bekennende Theologen aller Orten herausfordert, sind wir aufgerufen, ohne Pathos und Selbstbewußtsein, aber ,, nüchtern allenthalben" mit allem Tun und Reden das Wort zu predigen und den Herren Christum, Gottes fleischgewordenes Wort zu bekennen, sintemal wir Theologen sein sollen und dürfen mit Gottes gnädiger Hilfe zu einer Zeit, von der der Apostel Paulus an den jungen Prediger Timotheus schreibt:„, da sie die heilsame Lehre nicht leiden, sondern nach ihren eigen Lüsten sich selbst Lehrer aufladen, nach dem ihnen die Ohren jücken; und die Ohren von der Wahrheit wenden und sich zu den Fabeln kehren"( 2. Tim. 4, 3-4).
Freunde, die Zeit der„ eigenen Lüste" und der Abwendung von der Wahrheit und des Hinkehrens zu den Fabeln ist da. Stehen


