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Herr, wohin sollen wir gehen? : ein Wort eines evangelischen Theologiestudenten an seine Kommilitonen / Max Lackmann
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Vorwort.

Entscheidung und Scheidung- das ist das Gebot der Stunde heute im Dritten Reich und in der Kirche Jesu Christi , sofern es in deutschen Landen eine Gemeinde Jesu Christi, die hinter ihrem Herrn geht, und ein deutsches Volk gibt, das seine eigenen Wege geht. Das Schwert und die Liebe Jesu Christi ist mitten unter uns Deutschen ! Das Schwert, weil es gilt gegen den neugeformten, dem Wesen nach aber alten Selbstbestimmungs­anspruch des Menschen nach Gottes Willen zu Felde zu ziehen; die Liebe, weil der barmherzige König diese Empörung des Menschen ein für allemal gestraft und gesühnt hat an dem, der nicht über sich selbst bestimmen wollte, vielmehr von seinem und unserem Vater im Himmel sich bestimmen ließ in demütigem Gehorsam bis zum schmählichen Ende am Schandholz.

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Hast du das Schwert Christi in der Hand und die Liebe Gottes im Herzen, wenn du das heilige Evangelium dem deutschen Volk des Dritten Reiches predigst?- so ist in Wahr­heit heute die protestantische Kirche Deutschlands gefragt. Alle anderen Schwerter sind nicht Schwerter des Geistes; sie sind nicht scharf genug, den heroischen Menschen zu erschlagen, und richten Unheil der Welt an statt das Heil des Reiches Gottes. Alle andere Liebe ist nicht die Liebe Christi , die alle Erkenntnis übertrifft( Eph. 3, 19); sie ist nicht groß genug, der Sünden Menge zu verdecken und mit dem erzürnten Gott zu versöhnen.

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Wo in der Welt, und nun gar in unserem gegenwärtigen völ­kischen Staat dieses Evangelium der Liebe und des Schwertes Christi verkündigt wird da hört das Verstehen und die Ver­ständigung auf. Gemeinde und Volk stehen einander gegenüber, wie die Propheten und Apostel und der Jude Jesus von Naza­ reth selbst ihrem Volk mit seinen Sehnsüchten und Ahndungen" gegenüber standen. Es muß verkündigt werden, liebe Christen! Mehr nicht! Was darauf mit der verkündigen