54. Sülzäpfel.
Brich die Aepfel im Auguſt, ehe ſie reif ge⸗ worden, lege ſie in eine ſtarke Sole von Salz und Waſſer und laſſe ſie unter gelegentlichem Umrühren drei oder vier Tage in derſelben liegen. Dann nimm ſie heraus, trockne ſie ab, ſtich mit einem ſpitzen Meſſer die Blume nebſt dem Kernhauſe heraus und fülle die entſtandene Höhlung mit ſcharfem Moſtrich, dem man etwas ſchwarzen Pfeffer und geſtoßenen Ingwer zugeſetzt hatte. Nun koche einen Pökel aus 2 Quart Weineſſig, ½ Pfund Senf, 4 Loth Pfeffer, 2 Loth geſtoßenem Ingwer, 2 Loth Knoblauch und einem Löffel voll Salz und gieße dieſelbe ſiedend über die Aepfel. Dieſe Pökel wird noch drei⸗ oder viermal abgegoſſen, wieder auf⸗ gekocht und dann wieder übergegoſſen. Nach dem Erkalten wird das Glas, in welchem ſich die Aepfel befinden, zugebunden.
55. Apfel⸗Marmelade.
Aepfel werden nach Belieben in Stücke ge— ſchnitten(womöglich bedient man ſich ſolcher Früchte, die etwas viel Säure und keine rothen Backen haben), mit Waſſer übergoſſen und bei nicht zu ſtarkem Feuer gekocht; dann wirft man die gekochten Schnitte auf ein Haarſieb, läßt den Saft recht ab⸗ laufen und reibt ſie nach dem Abkühlen durch ein Sieb. Man rechnet auf 1 Pfund von dieſem Durchgeriebenen%¾ Pfund grobgeſtoßenen Zucker,


