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Censura Desß zu Marpurgk getruckten Buchs, dessen Titul : Kurtzer, doch Gründlicher Bericht, nach Innhalt der Augspurgischen Confession, Von den vornembsten streitigen ReformationsArtickeln, zwischen den Evangelischen, In Frag und Antwort, auß Gottes Wort, der alten Lehrer, und so wol Lutheri als Calvini, und beyderseits Theologen Büchern und Bekandtnussen, trewlich zusammen gezogen, Durch M. Jacobum Sartorium, &c. Auff einstendiges Anhalten vornemer Leute, kürtzlich gestellet Von Balthasare Mentzero, der heyligen Schrifft Doctore, und hiebevor zu Marpurg, jetzo zu Giessen Professore Ordinario
Entstehung
Seite
108
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105 4 Cenſura Artic. 1NX..

bige Calviniſt das bſolatum decretum/den bloſſen vnnd ſchlechten Raht/ ſa ſchluß Gottes vnd ſein wolgefallen/ nac welchem Gott den Glauben gibt⸗· nich vnd Fleiß auter Wercke/ wem er wil wann er wu/ vnd wie vieler wil. Daan derr daß Gott nicht allen Menſchen den Glauben geben woͤlle ſtreitet Piſcator ſo vol ſtarck/ als ob jhm all ſein Wolfahrt daran zelegen were da doch die Sᷣchrifft ſo klar bezeugt/ daß Gott ernſtlich woͤlle/ daß allen Menſchen geholffen w⸗ i de/ wie droben weitlaͤufftiger angemeldet. zen Von der Beſtaͤndigkeit im Glauben Tens p 212 diſputtret 24 Sartorius gefaͤhrlich/ das rechte Fundament/ welches in der Orduung der un Mittel/ dardurch wir ſeelig werden koͤnnen/ beſtehet/ vnd wir kurzzuvor ge⸗ zetgt haben/ laͤſſet Sartorius fahren weiſet vns auff Calvinum vnnd Piſéa- torem/ die da lehren/ 1. Wer erwehlet ſeye en dem bloſſen Rahtſchniß Got⸗ lch tes/ der koͤnne nicht verdampt werden 2. Wer den Glauben einmal bekem⸗ noßt men/ der koͤnne jhn nicht wider verlieren. Durch welche Lehr das gau aeun⸗ ehr dament doß Evangell zerꝛüttet wird/ wie wir di ohen erwieſen/ derowgen Ro Sartorius an dieſem Ort vngluͤcklich vnterrichtet. Dan wo der Grund deß Mtt Glaubens weg geraͤumet iſt/ da kann keine Beharuligkett im Glauben be⸗ ürz ſtettiget werden/ viel weniger als ein Tach ligen bleibt auff einem Baw/ en wann das Fundament einfelt/ vnd die Wende zerbrechen.. ns Daß die Außerwehlten nicht koͤnnen verlohren werden/ n iſt gewiß. Aber die wahre Brſache iſt diß/ diewetl ſie beſtendig biß an das den Ende verharꝛen im Glauben. Hergegen lehren die Calviniſten/ es habe mun mit dem Glauben eine ſolche Beſchaffenheit/ daß/ wo er einnahl den,

ins Hertz gegeben/ da koͤnne man jhn nicht widerverlieren. Das iſt Gottes Wort zu wider/ wie wir droben erſtritten haben. Ob derowegen wol,

Sartorius quæſt 11. pag. 216. ſagt/ die Auſſerwehlten moͤgen nicht thun/

was ſie woͤllen/ ſo gibt es doch die hypotheſis der Calviniſten vlelanders/ als

bey denen/ die Ehebrecher/ Blutſchender/ Todtſchleger vnd andere grewliche

Miſſeihaͤter/ einen Weg wie den andern den Glauben behalten/ vnud nicht

gaͤntzlieh verlieren. Es hat ſioh gleichwol Sarrorius enthalten/ vnd bey dieſer Frage Calvinum oder Piſcatorem nit allegiret: Ob er nun hierin mit jh⸗

nen halte/ oder das Gegenſplel/ das mag er am beſten wiſſ äm.

In der 1z. Frage pag. 21⸗ wird recht geſehleſſin/ daß die Ver nin

yten nicht ſeyn eingeſchrieben der Zahl der Kmder G O T⸗ nuf

TE/ vnnd von G. Terwehlet: Wrſach iſt diß/ diewellſit nieht glanben an C RIltum der da iſt das Buchdeß Lebens. In deß Call wel⸗ vins Schul muß man die Vrſach nicht ſuchen in dem Bnglauben! habt

ſondern ſehe