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Censura Desß zu Marpurgk getruckten Buchs, dessen Titul : Kurtzer, doch Gründlicher Bericht, nach Innhalt der Augspurgischen Confession, Von den vornembsten streitigen ReformationsArtickeln, zwischen den Evangelischen, In Frag und Antwort, auß Gottes Wort, der alten Lehrer, und so wol Lutheri als Calvini, und beyderseits Theologen Büchern und Bekandtnussen, trewlich zusammen gezogen, Durch M. Jacobum Sartorium, &c. Auff einstendiges Anhalten vornemer Leute, kürtzlich gestellet Von Balthasare Mentzero, der heyligen Schrifft Doctore, und hiebevor zu Marpurg, jetzo zu Giessen Professore Ordinario
Entstehung
Seite
90
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cenſuraArtic. VIL. ee die Oblaten kommen vom Bapſt her Wie? Wann der Wein den d 2 diniſten brauchen/ bey den Papiſten gewachſen, vnnd von ſhnen eintaufft worden were/ ſolte es drumb nicht rechter warhaffter Wein ſein/ da wuͤrde bey Haltung deß Abendmals viel fragens vorfallen/ ob auch der Wein von Papiſten herteme/ damie kein Abgoͤtterey p. 16. einge fuͤret wuͤtde. Solche feine ſtarcke Vrſachen gidt man vns/ daran ſollen wir benugt ſein/ vndal⸗ les gut heiſſen/ wann man vnſere kleine Broͤtlin/ vor Baͤpſtiſch Antichri⸗ ktiſch/ vnud vntuͤchtig außruffet. S Aber wir muͤſſen der Analogia etwas neher kommen/ vmb welche al⸗ lein alles zu chun iſt Stehel die/ ſo ſtehet Sartorius, feller ſie/ ſo fellet er mit ſeinem gantzen Grempelmarck. Wollen demnach eine feine kurtze Schluß⸗ rede machen vnd die gantze Sachen darein ſchlieſſen. Wer vnter einander I miſchet vnd vermenget die natuͤrliche Eigenſchafft/ Krafft vnd Wirckung deß Brots vnd deß Weins) vnd dann das Sacramentliche Ampt deroſel⸗ n bigen/ das iſt/ den Gebrauch/ darzu ſie von Chriſtoim H. Abendmal verord⸗ net ſind/ der lehret nicht richtig. Sattorius mit den ſeintgen thut daſſelbige: Dann die naruͤrliche Eigenſchafft/ Krafft vnd Wirckung deß Brots vnnd Weins(daß ſie den Menſchen nehren/ den leibltchen Hunger ſtillen/ den * Durſtleſchen/ das Hertzerfroͤlichen/ ꝛc. vermengt Sartorius mit dem Sa⸗ cramentlichen Ampt/ daß ſie nemlich Mittel ſeyen von Chriſto verordnet zur Gemeinſchafft ſeines Leibs vnnd Bluts/ 1. Corinth. am 11. Cap. De⸗ rowegen lehret Sartorius mit den ſeinigen niche recht. Ein jeder Chriſt weiß vnnd verſtehet gar wol/ daß im Abendmal deß H E RRNein groß Geheimnuß ſeye. Vnnd geſtehet der vorneme Calviniſt Antonius Sadecl, was Geheimnuß iſt/ das ſeye vber die Natur vnnd vbernatuͤr⸗ lich. Vnnd kan freylich ein Goͤtrlich Sacrament/ wie das heylige Abend⸗ mal iſt/ nicht auß den natuͤrlichen Eigenſchafften der Elementen/ ſondern auß CH RJSTJ Stiffeung geurtheilet werden. Derowegen es eine groſſe Vnwiſſenheit oder vorſetzliche B oßheit ſein muß/ wann man das/ ſo naturlich iſt/ dargeben wil vor Sao amentlich/ vnd hinwid rumb. Wa⸗ rumb ſchreibet dann Sartorius p. 174. Gleich wie das Brot den Leib er⸗ neret vnnd erhelt/ vnnd der Wein deß Menſchen Hertz erquicket/ alſo ernehret vnd erhelt das Fleiſch vnnd Blut C J R JSTJ vnſere Seelen? Vnnd das ſoll die Form vnnd das jnnerliche Weſen ſein deß heyltgen Abendmals? Weit/ writ gefehlert. Dann niemand vnter prommen Chriſten gehet zum diſch deß Hennen/ daß er daſelbſt ſich

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