Druckschrift 
Censura Desß zu Marpurgk getruckten Buchs, dessen Titul : Kurtzer, doch Gründlicher Bericht, nach Innhalt der Augspurgischen Confession, Von den vornembsten streitigen ReformationsArtickeln, zwischen den Evangelischen, In Frag und Antwort, auß Gottes Wort, der alten Lehrer, und so wol Lutheri als Calvini, und beyderseits Theologen Büchern und Bekandtnussen, trewlich zusammen gezogen, Durch M. Jacobum Sartorium, &c. Auff einstendiges Anhalten vornemer Leute, kürtzlich gestellet Von Balthasare Mentzero, der heyligen Schrifft Doctore, und hiebevor zu Marpurg, jetzo zu Giessen Professore Ordinario
Entstehung
Seite
59
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Vonder H. Tauffe. 52

9 lich zu dero von Gott beſtimbten Zeit/ nach der Handlueg der Tauffe/ in 6 dun3 den Kindern/ auß dem Gehoͤr deß Worts erfolge. Auff welchen Schlag ansz . Jber Kator ſchreibt p. 88. ad dictantem Hoffmaum: Es ſiye auch von den NE lease Außerwehlten nicht wahr daß Gott ſeinen Bund ihnen zugeeignet habe 6 kehte in der Beſchneidung. Das heiſſet fein rund herauß die Meynung geſagt⸗ atz6. Gott mag ſo herrlich reden von der Beſchneidung vnd Tauffe als er jmmer woͤlle/ ſo iſt es doch nicht wahr/ daß in vnd durch dieſelbige die Menſchen wi⸗ uii dergeboren vnd in den Bund Gottes auffgenommen werden. Dieweil aber eaſtehen Sartorius mit ſolchem Irꝛthumb nichts wil gemein haben/ ſo laſſen wirs lare hr. hierbey bewenden/ onter deß aber trewlich ermahnende/ daß er Calvinum a. We hieher nicht ziehe/(dann er thut jhme vor Gott vnd der Welt vnrecht) vnnd ich erlu⸗ wol bedencke/ was er droben im 4. Articul von den Sacramenten vor eine 6 Meynnng gefuͤhret/ welche ſich auch ſchwerlich anhero wird bequemen koͤn⸗ jur den nen: Item/ wag er im folgenden 6. artic. vorbringt von zweyerley Nacht⸗ auit mal/ zweyerlen Anßſpeudern/ zweyerley Nieſſung vnd dergleichen(wie dann hakeüch⸗ gleicher Geſtalt die Calviniſten auch zwo Tauffe machen/ die euſſerliche ee zaße vnd die jnnerliche/ vnd zween Taͤuffer/ den Rirchendiener/ ſo die Waſſertauff e vor gebe/vñ Gott den H⸗ Geiſt/ der mit dem Blut Chriſti tauffe/ welches gar gut b Schwenckfeldiſch vnd Widertaufferiſchiſt /) darvon wir an ſeinem Ort re⸗ r den werden Denn durgh ſolche Abſonderung deß himmliſchen Dings von ffiiw dem jrediſchenodet euſſetlichen Element/ wird das Sacrament jemmerlich kaus zertrennet/ daß es kein Sacrament iſt/ auch mit Warheit nicht kan genennet on werden. dan⸗ 8 deDeefänff⸗ Frage p. 113. handelt von dem Exorciſmo bey der Tauf⸗

a fe/ darvon wirhiebevor vnſere Meynung erklaͤret mit dieſen worten: Es⸗ 1

gen dit ſtzwar der Gebrauch deß Exorciſmi ſehr alt/ wie auß den Kirchen Hiſtorien Hrar⸗ zu erſehen/ vnnd wo man jhn braucht ohne Aberglauben vnnd Noht⸗ verde. zwang/ laſſen wir jhn/ als einen Kirchenbrauch/ gerne paſſiren/ darbey rreucht feine Erinnerungen koͤnnen gemerckt werden. Wir aber nach dem er hie⸗ derſpic bevor auß Ehriſtiicher Wolmeynung vnterlaſſen worden/ fuͤhren jhn an fau von newem nicht ein/ erklaͤren aber doch deutlich vnnd gruͤndlich auff anute andere Wege auß GOTTES Wort/ was fuͤr ein elende Gelegen⸗ newort heit vnnd Jammer es habe mit den Kindlein/ welche in Suͤnden d all⸗ empfangen vnnd geboren/ vnnd deßwegen der Gewalt deß Teuf⸗ ſide fels vnnd Verdambnuß vnterworffen ſind. Vnnd koͤnnen es dem⸗

nach nicht approbiren vnd gut heiſſenen heimliche Sehhwonueer 2 ij die da