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Censura Desß zu Marpurgk getruckten Buchs, dessen Titul : Kurtzer, doch Gründlicher Bericht, nach Innhalt der Augspurgischen Confession, Von den vornembsten streitigen ReformationsArtickeln, zwischen den Evangelischen, In Frag und Antwort, auß Gottes Wort, der alten Lehrer, und so wol Lutheri als Calvini, und beyderseits Theologen Büchern und Bekandtnussen, trewlich zusammen gezogen, Durch M. Jacobum Sartorium, &c. Auff einstendiges Anhalten vornemer Leute, kürtzlich gestellet Von Balthasare Mentzero, der heyligen Schrifft Doctore, und hiebevor zu Marpurg, jetzo zu Giessen Professore Ordinario
Entstehung
Seite
57
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Von der H. Tauffe. S

ſagt Ja vnd Nein ſo wunderlich durch einander/ daß ich nich: glauben kan/

daß er ſelbſt verſtanden/ was er allhte geſchrteben Dann bald herna h p. 105. ſagt er/ die Tauffe wircket vergebung der Suͤnden/ weil ſie ein Gaͤctlich mit⸗ Ja. tel tſt. Bald aber verderbt ers wider am ſelben Blat/ da er am Rande ein NB. gezeichnet/ vnd auß Bonaventuradieſe Worr ſetzt: Sacramenta dicun-

tur coatinere gratiam, quia ſignificant: Wann man ſagt/ daß die Sacra⸗ mentain ſich faſſen die Gnade/ ſo geſchicht ſolchs der Meynung/ daß ſie die Gaade bedeuten. Welches eben Zwinglit vnnd Calvini Meynung auch iſt. Nein. Gehen wir aber foet zu der andern Frage/ dafelt er dem Zwinglto gantzab/ Ja. vnd wil nicht geſtatten/ daß die Tauffe nur ein ſchlecht vnd euſſerlich Kenn⸗ zeichen ond Waſſerbad ſeye. p. 107. vnd braucht etliche feine Reden/ das nemblich Gott vns Menſchẽ durch die Tauffe in die Zahl ſeiner Außerwehl⸗

tn auffneme/ vnd dem Heren Chriſto einverleibe ꝛc. p. 108. Gleichwol aber

flickt er Calvinum mit ein zum Zeugen ſeiner Meynting p. 109. Der aber Nein. gautz das Gegenſpiel zeugt/ vnnd außtruͤcklich ſchreibet/ libr. 4. cap.

15. J. 2. Daß vnſere Abwaſchung vnnd Seeltafeit durch das Waſſer

(der Tauff) nicht verꝛichtet werde/ das Waſſer habe auch nicht die Krafft zu reinigen/ wider zu gebaͤhren vnnd zu vernewern/ Summa: das

Waſſer bedeute das Blut Chriſti/ dardurch wir gereiniget werden.§.20.

Gott bezeuget/ daß er vnſere Kinder/ ehe dann ſie geboren werden/ in die Zahl der ſeinen anneme. Frult. Der glaͤubigen Kinder werden nicht dar⸗ umb getaufft/ auff daß ſie als dañ erſt angefangen Gottes Kinder zu werden/ als wann ſie jhm zuvor nichts zugehoͤrerhetten/ vnd frembd von der Kirchen geweſen weren/ ſondern vielmehr/ auff daß durch diß offentliche Zeichen man ſie in die Kirche auff vnd anneme/ weil ſie vermoͤge der Verheiſſung Gottes ſchon vorhin zum Leib Chriſti gehoͤreten. Das heiſſet/ meine ich/ auß Calvino erweiſen/ daß die Tauffe Vergebung der Suͤnden wircke: welchs Beza ſchreibet/ daß es ein Handgreifflicher Irꝛthumb ſeye/ deſſen/ wie auch Zwinglit/ vnd anderer Calvmiſten eigene Wort in meiner Collatione Au⸗- guſtanaæ Confeſionis artic 9 angezoen/ dahin ich mich geliebter Kuͤrtz hal⸗ en referire. Diß aber muß ich noch anhencken/ als ein verſchlagener Calviniſt ſich vor Lutheriſch außgabe(wie dann ſolche Betriegerey bey jhnen gemein/ vnd von vielen nicht vor Sunde/ ſondern vor eine herꝛliche Klugheit gehal⸗ ten wird/ daß ſie GO T T vnnd die Menſchen ſpotten/ vnnd ſich vor Lutheriſch angeben koͤnnen/ da ſie doch in jhrem Hertzen Calvinſch)

vnnd in der Kirchen D. Luth eri Catechiſmum lehrete/ vnterrichtete er die a H Kinder