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bedeutend ſteigern, und würden ſich die Koſten für den producirten Stallmiſt, welche nicht gerade ſehr hoch erſcheinen, noch weſentlich verringern laſſen. Was den Bedarf an Saatgut betrifft, ſo iſt derſelbe in Folge der ſchwachen Düngung ſehr ſtark. Beim Naturalbedarf für die Familie treten die Kartoffeln in den Vordergrund, da dieſelben in dieſer Gemarkung von ausgezeichneter Güte wachſen. Die hier angeſetzten Zahlen kommen nicht voll zur Verwendung, da ein Theil davon als Abfall noch Verwendung als Viehfutter findet.
III. Geldrechnung, beſtehend aus den Nachweiſen über Geld⸗ einnahmen und Geldausgaben.
Die Geldrechnung weiſt nach, daß bei Beſitzer I die Einnahmen die Ausgaben gerade decken, bei II betragen die Ausgaben 512 Mk. mehr wie die Einnahmen und bei III werden die Ausgaben bis auf 6 Mk. durch die Einnahmen gedeckt. Beſitzer I i*ſt nicht nur ſchuldenfrei, ſondern hat auch eine ganz erkleckliche Capital⸗Zinſen⸗Ein⸗ nahme, wodurch ſich erklärt, daß derſelbe trotz der ſchlechten Rente ſeines Gutes immer noch Fortſchritte macht. II iſt nicht ganz ſchuldenfrei und ſetzt thatſächlich jährlich noch Geld zu, wie dies die Geldrechnung nachweiſt. Das Deficit wird durch ſucceſſiven Verkauf von Grundſtücken gedeckt. III hat noch 2000 Mk. Hypothek⸗ und 800 Mk. Handſchulden und iſt außerdem durch Erbtheilung allzuſtark mit Gebäudecapital überlaſtet.
IV. Rentabilitätsberechnung, beſtehend aus den Nachweiſen über den Rohertrag(excl. der für die Production in der Wirthſchaft wieder verwendeten Producte), die Productions⸗ koſten und den Reinertrag.
Aus der Rentabilitätsberechnung geht hervor, daß bei I keine Grundrente, bei II eine ſolche von 0,7 pCt. und bei III 0,99 pCt. ſich ergiebt. Bezüglich I iſt zu bemerken, daß hier eventuell die Arbeit der Familienglieder doch etwas hoch veran⸗ ſchlagt iſt.
b. Die Rentabilität des landwirthſchaftlich benutzten Bodens in Habitzheim iſt hiernach als eine nicht befriedigende zu bezeichnen und es fragt ſich, auf welche Gründe dieſe geringe Rentabilität zurückzuführen iſt.
Die Fruchtbarkeitsverhältniſſe der Gemeinde ſind im Allgemeinen als ſehr gut zu bezeichnen, ebenſo iſt die Zerſplitterung der Grundſtücke keine ſo weitgehende, daß von einer Zuſammenlegung derſelben ganz hervorragende Vortheile zu erwarten wären, wenn auch eine richtige Weganlage und eine wirthſchaftlich richtige Form der Grund⸗ ſtücke recht wünſchenswerth erſcheinen.
Die Bodenpreiſe ſind allerdings im Verhältniß zur Ausnutzungsfähigkeit zu hoch; allein dieſelben ſind doch noch bedeutend niedriger, wie in einigen angrenzenden Gemarkungen von gleicher Lage und Güte, in denen eine beſſere Rentabilität nach⸗ weislich iſt.
Das Gebäudecapital ſteht im Allgemeinen zum Grundwerth im richtigen Ver⸗
hältniß und die Arbeiterverhältniſſe ſind günſtig.


