Bericht
über die
landwirthſchaftlichen Verhältniſſe
der
Gemeinde Ichwanheim, Rreis Bensheim,
erſtattet von Großh. Heſſ. Landwirthſchaftslehrer Dr. Tobiſch in Friedberg.
Allgemeines.
Schwanheim, Kreis Bensheim, liegt in der Ebene zwiſchen unterer Berg⸗ ſtraße und Rhein, etwa 4 Kilometer von erſterer und 9,5 Kilometer von letzterem entfernt. Es iſt mit Bensheim und Langwaden durch eine Kreisſtraße verbunden. Die Stationen Bensheim, Auerbach und Zwingenberg der Main⸗Neckar⸗Bahn ſind zu Fuß in einer bis ¾ Stunden zu erreichen. Von Lorſch beträgt der gradlinige Ab⸗ ſtand circa 5, von Worms 17,5 Kilometer.— Die Meereshöhe von Schwanheim be⸗ trägt etwa 93 Meter.
Die Gemeinde Schwanheim umfaßt nach der Zählung von 1880: 113 Haus⸗ haltungen, 96 Wohnhäuſer und 527 Einwohner, wovon 521 auf Proteſtanten und 6 auf Israeliten kommen. Letztere betreiben ihre Geſchäfte zum Theil im Ort, zum Theil außerhalb desſelben. Die Bevölkerung Schwanheims iſt im Allgemeinen eine lang angeſeſſene; erheblicher Zu⸗ und Abzug findet nicht ſtatt. Von 1851 bis 1855 ſind 85 Perſonen, davon 72 im Jahre 1851, auf Koſten der Gemeinde nach Amerika ausgewandert. Seit dieſer Zeit haben keine Auswanderungen mehr ſtattgefunden. Die Heirathen erfolgen zwar meiſt innerhalb der Gemeinde, doch kommen nicht ſelten auch Ehen zwiſchen Schwanheimer Gemeindegliedern und ſolchen benachbarter prote⸗ ſtantiſcher Ortſchaften vor.
Die Gemarkung Schwanheim erſtreckt ſich öſtlich des Jägersburger Waldes, etwa von Norden nach Süden, in einer Länge von circa 5 Kilometer und einer Breite von 500 bis 1300 Meter. Sie iſt weſtlich von dem genannten Walde und der Ge⸗
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