Teil eines Werkes 
Band 2, Zweiter Theil (1886)
Entstehung
Seite
29
Einzelbild herunterladen

20

war das Reſultat überraſchend, als man allgemein den Nachweis einer entſprechenden Rente erwartete, während gerade das Gegentheil eintrat. Betreffs des mittleren Gutes iſt zu erwähnen, daß der Beſitzer zumeiſt auf fremde Arbeit angewieſen iſt. Die Frau iſt kränklich und liegt derſelben noch die Beſorgung der Kinder ob.

I. Beſitzſtand⸗Nachweis, beſtehend aus den Nachweiſen über den Werth von Grund und Boden mit Obſtbäumen, Ge⸗ bändecapital, Inventarcapital(todtundlebend) und umlau⸗ fendes Betriebscapital Gorrath).

Das Verhältniß der einzelnen Betriebscapitalien zum Grundcapital ſtellt ſich wie folgt:

Größeres Gut.

Das Gebäudecapital beträgt....... 24 pCt. vom Grundcapital

Das Inventarcapital beträgt....... 12 9

Das umlaufende Betriebscapital beträgt... 3 4 Mittleres Gut.

Das Gebäudecapital beträgt....... 32

Das Inventarcapital beträgt....... 42

Das umlaufende Betriebscapital...... 3 Kleineres Gut.

Das Gebäudecapital beträgt....... 49

Das Inventarcapital beträgt....... 39 5 3

Das umlaufende Betriebscapital beträgt... 3

II. Natural⸗Rechnung, beſtehend aus den Nachweiſen über Natural⸗Ertrag und Natural⸗Bedarf nebſt Schluß⸗ folgerungen.

Bezüglich der Natural⸗Erträge iſt zu bemerken, daß auch hier wie in Meſſel die Ernteſtatiſtik durchaus nicht mit den mittleren Ernteerträgen ſtimmt. Die ſta⸗ tiſtiſchen Angaben ſind zum Theil namhaft tief unter Mittel, zum Theil aber auf ein Minimum herabgeſetzt, das in der Wirklichkeit in Mißjahren noch übertroffen werden dürfte. Die Gründe hierfür dürften einerſeits in der Befürchtung der Be⸗ theiligten, die Aufnahme erfolge nur um den Anlaß zu erneutem Anziehen der Steuer⸗ ſchraube, anderntheils aber auch in Verwechſelungen bezüglich der neuen Maaße und Gewichte zu ſuchen ſein.

Die Ernte⸗Erträge bei dem größeren Gute wurden aus dem 10jährigen Durch⸗ ſchnitt der gut geführten Ernte⸗Regiſter, dem einzigen vorgefundenen Buchnachweiſe, des Beſitzers, feſtgeſtellt und ſind als zuverläſſig zu betrachten. Bei 2 und 3 wurden ſie nach Schätzung feſtgeſtellt.

Die Erträge des Viehſtandes ſind verhältnißmäßig gering, weil der Milch⸗ production kein entſprechender Werth beigelegt wird. In Anbetracht der Kleewüchſig⸗ keit des Bodens, und bei Verwendung von Kraftfutter, ließen ſich dieſelben noch ganz