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Manche Kleinbauern ſuchen auch durch Fuhrweſen mit Rindvieh und vereinzelt auch mit Pferden ſich Verdienſtquellen zu verſchaffen, doch iſt auch dieſes Geſchäft kein glückbringendes und dem landwirthſchaftlichen Betrieb zumeiſt von Nachtheil.
c. Landwirthe oder ſonſtige Bewohner der Gemeinde, die aus Standesvorurtheil oder Trägheit ꝛc. eine Verdienſtgelegenheit ablehnen, giebt es nicht.
Frage VIII.
a. Wie vertheilt ſich der ermittelte Betrag der Immobiliarverſchul⸗ dung auf die einzelnen Beſitzgruppen(größerer, mittlerer und kleinerer Grundbeſitz) und auf welche Gruppe entfällt der ſtärkſte Procentſatz der Schuldenlaſt?
b. Datirt der Schuldenſtand aus älterer oder aus neuerer Zeit, im letzteren Fall, wie hat derſelbe im letzten Jahrzehnt zugenommen?
c. Sind in den letzten 5 Jahren die Zinſen und Güterziele im All⸗ gemeinen regelmäßig bezahlt worden oder ſind bemerkenswerthe Rückſtände bekannt?
d. Welche Urſachen haben einen erkennenswerthen Einfluß auf die Ver⸗ ſchuldung, z. B. das beſtehende Erbrecht oder die üblichen ehelichen Güter⸗ ſyſteme, unwirthſchaftlicher Ankauf von Grundſtücken zu hohen Preiſen, ungenügendes Betriebscapital, zu frühe Gründung eines eigenen Haus⸗ halts, Verſchwendung und nachläſſige Wirthſchaft, die Aufeinanderfolge ſchlechter Ernten u. ſ. w.?
a. Der Stand der Immobiliarverſchuldung des hier in Betracht gezogenen Grundbeſitzes ergibt ſich aus den beiliegenden 4 Tabellen.
Es muß hier auf den außerordentlich hohen Procentſatz der Immobiliarver⸗ ſchuldung überhaupt hingewieſen werden. Am ſtärkſten belaſtet iſt der Grundbeſitz derjenigen Perſonen, deren Exiſtenz auf den Betrieb einer kleinen Oeconomie und auf Taglohnarbeit gegründet iſt(Tabelle O). Es gehören dahin 52 Perſonen, wovon 45 Perſonen, deren Grundbeſitz einen Werth von 172820 Mk. hat, mit 72792 Mk. oder 43 pCt. des Werthes verſchuldet ſind.
In der Tabelle B figurirt unter der erſten Beſitzgruppe ein Auszügler, alſo ein Mann ohne Nebenverdienſt, der, weil auch in der allgemeinen Ueberſicht aufge⸗ nommen, hier nicht weggelaſſen werden konnte.
Was die nicht geſicherten Schulden, die Perſonal⸗ oder Mobiliarſchulden an⸗ langt, ſo wurde wohl ein gewiſſenhafter Verſuch gemacht, dieſelben feſtzuſtellen, aber wir vermögen bei der verhältnißmäßig großen Zahl von Ortseinwohnern überhaupt und der hier in Betracht kommenden Perſönlichkeiten im Beſonderen eine Garantie
für die Richtigkeit dieſer Einſchätzung nicht zu übernehmen. Nur ſo viel ſteht feſt,


