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daß die aufgeführte Mobiliarverſchuldung unzweifelhaft vorhanden iſt. Zweifelhaft könnte nur ſein, ob dieſelbe in Wirklichkeit keine größere iſt. Wir haben deßhalb ge⸗ glaubt, die Reſultate der bezüglichen Erhebung in die Tabellen wohl aufnehmen, aber bei den Ermittelungen in Spalte 9 und 10 nicht in Betracht ziehen zu ſollen.
Von den in die allgemeine Ueberſicht aufgenommenen 115 Haushaltungen ſind nach den erwähnten Aufnahmen 47 mit Mobiliarſchulden belaſtet; hiervon entfallen 6 in die Gruppe der rein Landwirthſchaft treibenden(B), 21 in die Gruppe der Land⸗ wirthſchaft und Taglohn treibenden(C), 20 in die Gruppe der Landwirthſchaft und Gewerbe treibenden(D).
b. In weitaus den meiſten Fällen muß als Urſache der hypothekariſchen Be⸗ laſtung die Uebernahme des elterlichen Beſitzthums mit den darauf ruhenden Laſten und eventuell Herauszahlung der geſchwiſterlichen Erbtheile angeſehen werden.
Ein Auszug aus den Hypothekenbüchern der Gemeinde ergibt eine Zunahme der hypothekariſchen Einträge während des letzten Jahrzehntes. Die Zahl der hypo⸗ thekariſchen Einträge von 1864—1873 incl. betrug 127, die Zahl der Löſchungen in dieſer Zeit 79, die Zunahme der Einträge 48. In der Zeit von 1874—1883 incl. betrug die Zahl der hypothekariſchen Einträge 200, die Zahl der Löſchungen 75, die Zunahme der Einträge 175. Die Zunahme der Einträge in der letzten Periode übertrifft diejenige in der erſten Periode um 27.
Ein großer Theil dieſer hypothekariſchen Einträge rührt daher, daß Bäcker, Brodhändler, Beſenhändler(für ihre Vorlage für Beſenreiſig), Gerber und Leder⸗ händler— daß alle dieſe Gläubiger, welche zur Zeit Zahlung ihrer Forderung nicht erwarten konnten, ſich ſo gut wie möglich Deckung dafür durch Einträge in das Hypothekenbuch zu verſchaffen ſuchten.
c. Wie bei Frage VI des Näheren ausgeführt wurde, hat die Zahlung von Zinſen und Zielen in den letzten Jahren Manches zu wünſchen übrig gelaſſen.
Der Grund dieſer Erſcheinung liegt einestheils wohl darin, daß ein Theil dieſer Schulden in den Schwindeljahren 1872—1876 in etwas leichtſinniger Weiſe contra⸗ hirt und unwirthſchaftlich verwendet wurden; auf der anderen Seite kann jedoch auch kein Zweifel darüber beſtehen, daß ſich die Erwerbsverhältniſſe ſowohl in Bezug auf die zahlreich vertretene Hausinduſtrie, als auch insbeſondere in Bezug auf den Wald⸗ fruchtbau in den letzten Jahren zunehmend ungünſtiger geſtaltet haben(ſ. Frage VII).


