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wirthſchaftlichen Lage lieber Accordarbeiten in den Weinbergen. Im Allgemeinen kann man aber annehmen, daß das Arbeitsangebot größer iſt als die Nachfrage, was auch noch dadurch beſtätigt wird, daß die Arbeitslöhne durchſchnittlich niedriger ſind wie in den benachbarten Gemeinden. Eine weitere Folge der ſchon erwähnten günſtigen wirthſchaftlichen Lage der auf Nebenverdienſt angewieſenen Bevölkerung iſt es ferner, daß nur ſelten Arbeiter nach auswärts gehen, ſelbſt wenn bedeutend höhere Arbeits⸗ löhne bezahlt werden.
b. Als Nebenverdienſt kommen in Weſthofen die Ziegelbrennereien in Betracht. Dieſelben fabriciren hauptſächlich Backſteine und Dachziegel, brennen Kalk, verfertigen aber auch einen feuerfeſten Stein, deſſen Abſatzgebiet ein ziemlich weites iſt. Die Ziegelbrennereien beſchäftigen das ganze Jahr hindurch ca. 50 Arbeiter, im Winter ſind aber noch einmal ca. 30 Perſonen in den Kalkſteinbrüchen thätig. Wenn dieſe Fabrikation auch nicht ausſchlaggebend iſt für den wirthſchaftlich geſunden Zuſtand der Gemeinde, ſo iſt deren Exiſtenz doch nicht ohne Eiufluß.
c. Solche Landwirthe gibt es nicht. Allgemein wird aber über die geringere Leiſtungsfähigkeit und Unzuverläſſigkeit der Arbeiter geklagt.
Frage VIII.
a. Wie vertheilt ſich der ermittelte Betrag der Immobiliarverſchul⸗ dung auf die einzelnen Beſitzgruppen(größerer, mittlerer und kleinerer Grundbeſitz) und auf welche Gruppe entfällt der ſtärkſte Procentſatz der Schuldenlaſt?
b. Datirt der Schuldenſtand aus älterer oder aus neuerer Zeit, im letzteren Fall, wie hat derſelbe im letzten Jahrzehnt zugenommen?
c. Sind in den letzten 5 Jahren die Zinſen und Güterziele im All⸗ gemeinen regelmäßig bezahlt worden oder ſind bemerkenswerthe Rückſtände bekannt?
d. Welche Urſachen haben einen erkennenswerthen Einfluß auf die Ver⸗ ſchuldung, z. B. das beſtehende Erbrecht oder die üblichen ehelichen Güter⸗ ſyſteme, unwirthſchaftlicher Ankauf von Grundſtücken zu hohen Preiſen, ungenügendes Betriebscapital, zu frühe Gründung eines eigenen Haus⸗ halts, Verſchwendung und nachläſſige Wirthſchaft, die Aufeinanderfolge ſchlechter Ernten u. ſ. w.?
a. Um die Frage VIII. ſachgemäß beantworten zu können, iſt der Grundbeſttz, zunächſt die Aecker, Weinberge und Wieſen, für jeden Beſitzer parcellenweiſe abgeſchätzt worden. Hierzu wurde ſodann der Taxationswerth der Gebäude addirt. Es iſt alſo in den Tabellen A. B. C. D. in der Columne 4: Werth incl. Gebäude, der that⸗ ſächliche augenblickliche Werth aufgeführt.


