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Zwecks Feſtſtellung der Verſchuldung wurden zunächſt Verzeichniſſe über die Belaſtungen des Grundbeſitzes von Weſthofen aus den Hypothekenämtern Alzey und Worms aufgeſtellt. Weiterhin wurden dann aber die Gutsbeſitzer über ihre Ver⸗ ſchuldung ſelbſt befragt. Von dieſen haben ungefähr ⅛ Auskunft ertheilt. Da die Richtigkeit derſelben bei Einzelnen bezweifelt wurde, ſo iſt dann ſchließlich in einer Commiſſion unter Zugrundelegung der eingeſchriebenen und der ſelbſt angegebenen Schulden für jeden Einzelnen das Reſultat definitiv feſtgeſtellt worden. Abſolut ge⸗ naue Zahlen waren hierdurch natürlich nicht zu erlangen, immerhin dürfte der Wirk⸗ lichkeit ziemlich nahe gekommen ſein. Als Grundſatz galt bei dieſer Abſchätzung, wo nicht thatſächliche Unterlagen gegeben waren, die Verſchuldung nicht zu hoch zu greifen. Es iſt daher möglich, daß die Schuldenlaſt thatſächlich einige Procent(aber höchſtens 5— 6 Procent) höher iſt, ſo daß dann die Verſchuldung des Immobiliarbeſitzes um ½ bis 1 Procent höher zu ſtehen käme. Wir haben aber Veranlaſſung, die ange⸗ gebenen Zahlen im Allgemeinen als richtig anzunehmen.
Von den 354 Ortsbürgern beſitzen 231 mehr wie ½ Hectar und dieſe ſind in den Tabellen berückſichtigt.
Von dieſen 231 ſind 149 verſchuldet, 82 nicht, was einem Procentſatz von 64,5 reſp. 35,5 entſprechen würde. Von dieſen 231 betreiben die Landwirthſchaft ohne Nebenbetrieb 98, Landwirthſchaft und Tagelohn 53, Landwirthſchaft und Gewerbe 80. Von den 98 Landwirthſchaft allein treibenden Bewohnern ſind 56 verſchuldet, 42 nicht, entſprechend 57 reſp. 43 Procent. Von den 53 Landwirthſchaft und Tage⸗ lohn betreibenden ſind 30 verſchuldet, 23 nicht, entſprechend 56,6 reſp. 42,4 Procent. Von den 80 Landwirthſchaft und Gewerbe Betreibenden ſind 63 verſchuldet, 17 nicht, entſprechend 79 reſp. 21 Procent. Die letztere Kategorie iſt alſo in Bezug auf die Verſchuldungszahl nicht unweſentlich ſchlechter geſtellt als wie die erſtere.
Von den 1034,34 Hectar werden 734,14 Hectar von der Landwirthſchaft allein, 56,2 Hectar von der Landwirthſchaft und Tagelohn, 244 Hectar von der Landwirth⸗ ſchaft und Gewerbe betreibenden Bevölkerung bewirthſchaftet, was einem Procentſatz von 71,1 reſp. 5,4 reſp. 23,5 entſpricht. Die Landwirthſchaft als ausſchließlicher Betrieb ſteht alſo weſentlich im Vordergrund. Bei den Landwirthſchaft und Gewerbe betreibenden Bewohnern kommen hauptſächlich die Handwerker, ferner aber Ziegel⸗ brenner und Müller in Betracht. Aus Tabelle C. iſt erſichtlich, unter welcher Größe der Beſitzer eines Gutes in Weſthofen gezwungen iſt ſich auf Nebenverdienſt zu ſtützen. Nur 4 Bewohner befinden ſich in Gruppe 3(mit 2—5 Hectar Beſitz), welche auf Tagelohn angewieſen ſind, während, wie aus Tabelle B. hervorgeht, ſchon 9 Beſitzer mit 1—2 Hectar ſich ohne Nebenbeſchäftigung zu erhalten vermögen. Für Weſthofen würde alſo ein Beſitz von circa 2 Hectar ſchon hinreichen, eine Familie zu ernähren und zu beſchäftigen.
Der Immobiliarbeſitz in Weſthofen berechnet ſich auf 4,754,134 M. Der Mo⸗ biliarbeſitz und der Beſitz der nicht in Betracht Gezogenen iſt hier mindeſtens noch auf 1 ¼ Millionen zu ſchätzen, ſo daß der Geſammtbeſitz hier auf circa 6 Millionen zu veranſchlagen ſein dürfte. Compenſirt man die Baarcapitalien mit den Schulden,
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