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Ackerland Wieſe
I. Claſſe.... 0,48 Mk. 0,40 Mk. II. ti1. e e 4 0,38„ 032„ III.„. 0,28„ 0,24„ IV„.... 0,18„ 0,20„ V,. 0,08„ 0,16„
im Durchſchnitt. 0,24 Mk. 0,20 Mk.
Im Allgemeinen zeigen die vorſtehenden Kaufwerthe nichts Auffälliges. Für einzelne Fluren könnten ſie allerdings zu niedrig erſcheinen, allein dieſe Geringwerthig⸗ keit hängt auf das Engſte mit der größeren Gefährdung durch Waſſer zuſammen.
b. In den letzten 5 Jahren haben ſich die Preiſe nicht geändert. Ein Sinken derſelben datirt ſchon aus früheren Jahren.
c. Der Umſatz in Liegenſchaften iſt von keiner Bedeutung.
Frage IV.
a. Nehmen die Pachtgüter einen erheblichen Umfang ein und ſtehen die Pachtpreiſe im richtigen Verhältniß zu dem Kaufpreiſe der Ländereien einerſeits und zur Ausnutzungsfähigkeit derſelben andererſeits, eventuell welche Urſachen wirken ſteigernd auf die Pachtpreiſe ein?
b. Welche Beſtimmungen gelten insbeſondere in Betreff der Dauer der Pacht, der Bezahlung der Steuern ꝛc., der Verſicherungsprämien, ſowie in Betreff vorzunehmender Meliorationen und etwaiger Pachtnach⸗ läſſe bei elementaren Unglücksfällen bei fiskaliſchem, ſtandesherrlichem und privatem Grundbeſitz?
c. Wirken die üblichen ſonſtigen Pachtbedingungen beſonders er⸗ ſchwerend für die Pächter oder nicht?
a. Die Pachtgüter umfaſſen ein Areal von 240 Hectar. Die Pachtpreiſe ſind der dermals möglichen Ausnutzungsfähigkeit der Ländereien gegenüber unbedingt zu hoch. Sie bewegen ſich zwiſchen 2— 8 pCt. vom mittleren Bodenpreis; bei dem zur Aufnahme gelangten mittleren Bauerngut beträgt der Pachtzins 7,5 pCt.
Die Urſache dieſer unwirthſchaftlich hohen Pachtſchillinge wurde ſchon gelegent⸗ lich der Frage II entwickelt.
b. Die Dauer der Pachtzeit iſt 9 Jahre. Die Beſtimmungen in Betreff der Bezahlung von Steuern u. ſ. w. ſind die gewöhnlichen.
Beſtimmungen über etwaige Pachtnachläſſe bei elementaren Unglücksfällen beſtehen nicht, jedoch wurde bei ſtarken Ueberfluthungen ſchon an Steuer und Pacht etwas
nachgelaſſen, wenn auch nicht in dem Maße, wie es wohl im Intereſſe der Beſchädigten dringend zu wünſchen geweſen wäre.


