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IV. Rentabilitäts⸗Berechnung, beſtehend aus den Nachweiſen über den Rohertrag(exel. der für die Production in der Wirthſchaft wieder verwendeten Producte), die Productionskoſten und den Reinertrag.
Die Grundrente der zwei dargeſtellten Wirthſchaften beträgt:
für das mittlere Gut von 9,96 Hectar 1,45 pCt.,
„„ lleillele„ def„ 2,20„ ſte könnte ſich vielleicht, wenn ein größeres, rationell und intenſiv bewirthſchaftetes Gut dargeſtellt hätte werden können, bis auf ca. 3 pCt. erheben. Das Ergebniß ſtellt die Zinſen des Grundcapitals incl. Unternehmergewinn dar. Dieſe Zahlen ge⸗ ſtalten ſich unter Berückſichtigung des in der Geldrechnung Bemerkten, für heutige Ver⸗ hältniſſe noch weſentlich ungünſtiger.
Die angeführten Zahlen in den Rentabilitätsberechnungen wurden nach beſtem Wiſſen und Gewiſſen ermittelt und da wo dies nöthig erſchien nach Maßgabe der Inſtruction, ſowie dem ſtatiſtiſchen Material rectificirt. Für die annähernde Richtig⸗ keit, ſowie für die gezogenen Schlußfolgerungen ſteht der Commiſſär voll ein.
a. Die Rentabilität erſcheint als unbefriedigend, denn eine Verzinſung des Grundcapitals von 1,45 bis zu 2,20 pCt. kann nicht als angemeſſen bezeichnet werden, ganz abgeſehen davon, daß die dirigirende geiſtige Thätigkeit des Unternehmers hierin inbegriffen iſt.
b. Die unter Frage IX b aufgeſtellten Fragepuncte ſollen hier der Reihe nach beſprochen werden:
1. Die Fruchtbarkeitsverhältniſſe der Gemarkung ſind im Allgemeinen recht günſtige, wie aus den höheren Natural⸗Erträgen der dargeſtellten 2 landwirthſchaftlichen Betriebe ſchon hervorgeht, was aber auch durch Nachſtehendes weiter erhellt. Nach der dem Commiſſär zugänglich gemachten Hauptüberſicht der Jahre 1874 und 1875 im Kreiſe Alzey hat Fürfeld:
Weizen, Roggen, Gerſte,
pro 1884 geerntet pro Hectar 32,40 32,00 28,80 Ctr. Körner, durchſchnittlich der Kreis Alzey„ 9 27,07 92,00 25,00„ 2 pro 1875 Fürfeld Ji en 32,40 25,20 19,20„„
durchſchnittlich der Kreis Alzey„„ 16,70 27,80 34,30„„
Es geht hieraus hervor, daß die Erträgniſſe der wichtigſten Fruchtarten in Für⸗ feld die Durchſchnittserträge des Kreiſes Alzey, welcher wohl als einer der beſſeren des ganzen Landes betrachtet werden dürfte, im Ganzen noch übertreffen. Der Grund einer unbefriedigenden Rentabilität kann alſo nicht in mangelnder Fruchtbarkeit liegen.
2. Es iſt bereits unter Frage I d bemerkt worden, daß durch Drainirung der naſſen Felder Verbeſſerungen herbeigeführt werden können. Auch durch Bodenmiſch⸗ ungen würden bei dem raſchen Wechſel der Bodenarten Verbeſſerungen zu erzielen ſein. Die Grundſtücke ſind in Fürfeld nicht übermäßig zerſplittert. Es kommen Aecker von 8— 10 Morgen häufig vor, ſelbſt von 12—13 Morgen ſind da.


