Teil eines Werkes 
Band 2, Zweiter Theil (1886)
Entstehung
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c. Pflegt ein ſtarker Umſatz in Liegenſchaften ſtattzufinden und liegt hierfür(ſ. a) ein berechtigtes Bedürfniß vor?

a. Die durchſchnittlichen Preiſe für die einzelnen Bodenqualitäten der verſchiedenen Culturländereien wurden nach den Angaben ſachverſtändiger Landwirthe wie folgt ermittelt:

I. Cl. II. Gl. III. Gl. IV. Cl. v. Cl. Ackerland, pro Quadrat⸗-Meter 64 Pf. 48 Pf. 38,4 Pf. 19,2 Pf. 12,8 Pf. Wieſen, e 54,3 40 32 32 Weinberg, 96 64

Dieſe Preisermittelungen ſind auf thatſächlich ſtattgehabte Beſitzwechſel baſirt, wovon wir als Belege einige Fälle hier anführen.

Aecker:

1. Zu Ende 1884 hat Franz Carl Brunk an Joh. Rodrian VII. Gewann Goldkaute verkauft zu 4 Mk. pro Klafter= 64 Pf. pro Quadrat⸗Meter.

2. Im Jahr 1885 iſt verſteigert worden von Ph. Pet. Leininger, Altenbamberg, GewannKreuzgrund zu 3,70 Mk. pro Klafter= 59 Pf. pro Quadrat⸗Meter.

3. Im Jahr 1885 hat Valt. Steitz III. an Bürgermeiſter Baum verkauft Ge⸗ wannTiefengraben zu 3 Mk. pro Klafter= 48 Pf. pro Quadrat⸗Meter.

4. Im Jahr 1884 hat Lehrer Kraft an denſelben verkauft zu 50 Pf. pro Klafter= 8 Pf. pro Quadrat⸗Meter.

Erſtangeführter Verkauf kann als höchſter, letzterer als niedrigſter Preis der in letzterer Zeit thatſächlich erzielt worden iſt, angenommen werden.

Weinberge:

1. Im Frühjahr 1885 hat Wilh. Wolf an Lehrer Merz verkauft imguten Winkel zu 6 Mk. pro Klafter= 96 Pf. pro Quadrat⸗Meter.

2. Zu gleichem Preiſe hat derſelbe gekauft von Ww. Georg Rodrian II. im Bremsthaler Berg zu 4 Mk. pro Klafter= 64 Pf. pro Quadrat⸗Meter.

3) Im September 1885 hat Franz Schmitt gekauftim Löffel zu 2,50 Mk. pro Klafter= 40 Pf. pro Quadrat⸗Meter.

4. 1884 hat Pfarrer Pabſt gekauft von Salomon Tautſch imBremsthaler Berg zu 5,20 Mk. pro Klafter= 83 Pf. pro Quadrat⸗Meter u. ſ. w.

Der höchſte Preis der in letzterer Zeit hiernach erzielt wurde iſt 96 Pf., der niedrigſte 40 Pf. pro Quadrat⸗Meter. Hierbei iſt noch zu bemerken, daß Beſitzwechſel in den allerbeſten Qualitäten höchſt ſelten vorkommen. Beſitzwechſel in Wieſen haben in letzterer Zeit gar nicht ſtattgehabt.

Die ermittelten Preiſe weichen erheblich ab, gegen die im Jahre 1877 Seitens der Großherzoglichen Centralſtelle für die Landesſtatiſtik ermittelten, mittleren Kauf⸗ werthe, und ſind ſeitdem weſentlich höher gegangen. Bei Güterverſteigerungen werden ortsüblich 4 Ziele gewährt, der Steigpreis iſt ſogleich zu verzinſen. Die Güterpreiſe ſind im Verhältniß zur Rentabilität abnorm hoch, was hauptſächlich ſeinen Erklärungs⸗ grund darin findet, daß in Fürfeld nicht häufig Güterverſteigerungen ſtattfinden, wo⸗