Größeres Gut.
Das Gebäudecapital beträgt..... 81 pCt. vom Grundcapital
Das Inventarcapital(todt und lebend) beträgt 51„„„
Das umlaufende Betriebscapital beträgt.. 8„. 3 Mittleres Gut.
Das Gebäudecapital beträgt...... 114„„ 3
Das Inventarcapital(todt und lebend) beträgt 41„„„
Das umlaufende Betriebscapital beträgt.. G, 15 5 Kleineres Gut.
Das Gebäudecapital beträgt...... 132„. 4
Das Inventarcapital(todt und lebend) beträgt 48„„„
Das umlaufende Betriebscapital beträgt.. 12„„ 9
II. Natural⸗Rechnung, beſtehend aus den Nachweiſen über Natural⸗Ertrag und Natural⸗Bedarf nebſt Schlußfolgerungen.
Bei der Naturalrechnung iſt hinſichtlich des Ertrags zu erwähnen, daß die officiellen ſtatiſtiſchen Angaben in manchen Poſten, hauptſächlich aber in Bezug auf die Kartoffel⸗ und Rübenernten unrichtig ſind und mit den mittleren Erträgen nicht übereinſtimmen und deßhalb nach eingehender Beſprechung mit dem Großherzoglichen Bürgermeiſter und ſachkundigen Landwirthen andere Ertragsberechnungen zu Grund gelegt werden mußten.
Die Erträge des Viehſtandes ſind gering, weil die Milchproducte nur ſehr niedrig verwerthet werden können und wenig oder gar kein Kraftfutter zugekauft wird; letzteres würde ſich auch bei der geringen Verwerthung der Producte nicht lohnend erweiſen. Die Koſten des Stallmiſtes berechnen ſich hoch, auf ungefähr 60 Pf. pro Centner, viel höher als ſolcher verkäuflich im Preiſe ſteht; ein Wagen voll Miſt von ca. 20 Centner berechnet ſich auf ungefähr 12 Mk., während er bei einem etwaigen Verkaufe nur mit 4—5 Mk. bezahlt wird.
Der Bedarf an Saatgut, beſonders des Kornes, iſt hier ſehr ſtark und beträgt mindeſtens das Doppelte von dem in der Wetterau ꝛc., während die Ernte, beſonders die Körnerernte, noch nicht halb ſo viel vom Morgen als dort ausmacht.
Der Naturalbedarf der Familien iſt in Fleiſch gering, dagegen in Kartoffeln und Milch bedeutender als man gewöhnlich annimmt, namentlich muß die Milch das mangelnde Fleiſch erſetzen. Im Ganzen genommen müſſen die Leute, wenn gerade nicht dürftig, ſo doch ſehr genügſam leben; Handwerker leben gewöhnlich beſſer, als gering bemittelte Bauersleute. Die Koſten der Nahrungsmittel eines erwachſenen Mannes werden ſich durchſchnittlich am Familientiſch auf 180— 200 Mk. pro Jahr ſtellen.
Die mitgetheilten Durchſchnittspreiſe aus den nächſtgelegenen Marktorten konnten auch hier nicht bei allen Artikeln, beſonders bei dem Fleiſch, der Butter und der Milch den Berechnungen zu Grunde gelegt werden, weil die wirklichen Preiſe, die hier erzielt werden, ſehr davon abweichen und geringer ſind und deßhalb das Ergebniß
ein viel unrichtigeres geworden wäre. 3¹⁴


