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9. Beſondere unwirthſchaftliche Gewohnheiten der Landwirthe, z. B. zu ſtarke Pferdehaltung u. dgl.,
10. hohe Steuern und Umlagen und ſonſtige dem Commiſſär bekannt gewordene Verhältniſſe?
Das Verhältniß der einzelnen Betriebscapitalien zum Grundcapitale ſtellt ſich in den berechneten Beiſpielen wie folgt: 1. Größeres Gut.
Das Gebäudecapital beträgt...... 45 pCt. vom Grundcapital (Boden⸗ u. Gebäudecapital) Das Inventarcapital beträgt..... 16 4 9„ Das umlaufende Betriebscapital beträgt.. 5„ 6„ 2. Mittleres Gut. Das Gebäudecapital beträgt...... 47„„ 3 Das Inventarcapital beträgt...... 12,75„„„ Das umlaufende Betriebscapital beträgt.. 4,75„„„ 3. Kleineres Gut. Das Gebändecapital beträgt...... 63 7 5 5 Das Inventarcapital beträgt...... 23 3„ Das umlaufende Betriebscapital beträgt.. 7„
Alle drei zur Berechnung herangezogenen Wirthſchaften zeigen in auffälliger Uebereinſtimmung mehr oder weniger erhebliche Unrentabilität. Sind nun auch die Gründe für letztere einestheils durchaus auf ſchwerwiegende wirthſchaftliche Mißgriffe ſeitens der betreffenden Wirthſchaftsinhaber zurückzuführen(ſiehe unten), ſo dürfte andererſeits jedoch wohl kaum ſo ganz in Abrede zu ſtellen ſein, daß auch noch ander⸗ weite und zwar außerhalb der Machtſphäre des Einzelwirthes liegende Factoren hierauf von weſentlichem Einfluſſe ſind. Berückſichtigt man nämlich, daß den an⸗ liegenden Reinertragsberechnungen Kaufwerthe für Grund und Boden zu Grunde ge⸗ legt wurden, wie ſie ſeither— offenbar doch in engſter Anlehnung an die thatſäch⸗ lichen Reſultate der Praxis— bei An⸗ und Verkäufen ꝛc. in der Gemarkung ganz ausſchließlich maßgebend waren, daß weiter aber Rückgänge in den bisherigen Roh⸗ erträgen der herangezogenen Wirthſchaften durch nichts erweisbar ſind(eher könnte vielleicht noch von Mehrproduction in Folge Hebung des allgemeinen Culturzuſtandes geſprochen werden), ſo wird man ſich— da Minusreinerträge nichts anderes als Werthsverminderung bedeuten— ſchwerlich wohl der Auffaſſung verſchließen können, daß ſich im vorliegenden Falle eine Entwerthung des Grund und Bodens vollzogen hat, die kaum auf etwas anderes, als die außerordentlich gedrückte Marktconjunctur für landwirthſchaftliche Producte zurückzuführen iſt.
Als Gründe für die Unrentabilität der Hartershauſer Wirthſchaften führen wir ſomit an:
1. die in Folge ausländiſcher Concurrenz übermäßig gedrückten Marktpreiſe für
landwirthſchaftliche Producte, und
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