Teil eines Werkes 
Band 2, Erster Theil (1886)
Entstehung
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Frage IX.

a. Wie geſtaltet ſich die Rentabilität des landwirthſchaftlich benutzten Bodens bei großen, mittleren und kleineren(eigenen oder gepachteten) Gütern?

b. Wenn die Rentabilität als eine unbefriedigende erſcheint, ſind die Gründe zurückzuführen hauptſächlich auf

1. die Fruchtbarkeits⸗Verhältniſſe der Gemarkung,

2. die mangelhafte Melioration und die Zerſplitterung der Grundſtücke,

3. die im Verhältniß zur Ausnutzungsfühigkeit zu hohen Preiſe des Bodens,

4. einen mangelhaften landwirthſchaftlichen Betrieb,

5. ein zu großes Gebäudecapital,

6. ungünſtige Arbeiterverhältniſſe,

7. ungünſtige Abſatzverhältniſſe(ſchlechte Preiſe, unrationelle Einrichtungen für den Abſatz u. ſ. w.),

8. frühzeitiges Zurückziehen der Eltern und Belaſtung der Güter mit hohen Altentheilen und Leibrenten,

9. Beſondere unwirthſchaftliche Gewohnheiten der Landwirthe, z. B. zu ſtarke Pferdehaltung u. dgl.,

10. hohe Steuern und Umlagen und ſonſtige dem Commiſſär bekannt gewordene Verhältniſſe?

Frage X.

Zu welchen Schlußbetrachtungen gelangt die Commiſſion auf Grund ihrer Erhebungen über die Geſammtlage der landw. Bevölkerung der Gemeinde, bezw. von welchen Verhältniſſen oder Maßnahmen glaubt ſie eine Beſſerung der wirthſchaftlichen Lage erwarten zu dürfen?

Die Fragen IX und X beantworten ſich wie folgt:

Im Allgemeinen kann man nicht ſagen, daß die Landwirthſchaft gerade proſperire, bei beſcheidenen Anſprüchen und nicht zu großer Belaſtung mit Schulden kann aber der Bauer immer noch mitkommen. Die wirthſchaftliche Lage ließe ſich in Nieder⸗Ohmen noch recht ſehr verbeſſern durch eine den Verhält⸗ niſſen der Gewannen angepaßte Zuſammenlegung der Grundſtücke mit den entſprechen⸗