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. in den geringen Fruchtbarkeitsverhältniſſen der Gemarkung, . in mangelhaften Meliorationen,
. in den zu hohen Güterpreiſen,
. im mangelhaften Landwirthſchaftsbetriebe.
Die Preiſe des Feldes ſind zwar in den letzten Jahren etwas zurückgegangen, da in Folge des Niedergangs der Induſtrie die Kaufkraft vieler Bewohner Ober⸗ Rodens zurückgegangen war, aber trotzdem ſind die Kaufpreiſe im Verhältniß zur geringen Ergiebigkeit des Bodens noch immer zu hoch. Zieht man die hohen Com⸗ munalumlagen, welche vorzugsweiſe auf die Grundbeſitzer drücken, in Betracht, ſo kann man auch zum theil hieraus die verminderte Kaufluſt erklären.
Für Meliorationen und beſſeren Betrieb fehlen, wie ſchon wiederholt geſagt, die Mittel.
Weitere Gründe der Unrentabilität ſind:
5. Die zu großen Gebäudecapitalien, und iſt die allein beim mittleren Beſitzer ſich ergebende Rente auch zum theil aus deſſen geringerem Gebäudecapital herzuleiten.
6. Bei dem größeren Beſitzer ſind die vielen und deshalb hohen Arbeitslöhne von hohem Einfluß.
7. Der geringe Abſatz von Producten iſt wegen der weiten Entfernung der Bahnſtation ſchwierig; dieſe große Entfernung ſteht auch einer Ausdehnung der Milchwirthſchaft hindernd im Wege.
In Folge von zu früher Gutsübergabe und dadurch erwachſender Belaſtung der Güter durch Altentheile und Leibrenten ſind die Grundbeſitzer von Ober⸗Roden nicht ſonderlich belaſtet. Beſondere unwirthſchaftliche Gewohnheiten der Landwirthe ſind nicht hervorzuheben. Es dürfte wohl ſein, daß in Folge des Beiſpiels der Fabrikbevölkerung auch die Bauern die Wirthshäuſer ſtärker frequentiren als räthlich iſt. Gleiches gilt auch von der Kleidertracht. Ueber den Steuerdruck iſt das Nöthige sub. 4 oben geſagt. 3
Ein unwirthſchaftlicher Zuſtand iſt wohl auch die Zweifelderwirthſchaft mit dem ſpärlichen Fruchtwechſel; Vorſchläge über einen andern Turnus könnten aber nur nach jahrelanger Beobachtung zweckdienlich gemacht werden.
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Frage X.
Zu welchen Schlußbetrachtungen gelangt die Commiſſion auf Grund ihrer Erhebungen über die Geſammtlage der landw. Bevölkerung der Gemeinde, bezw. von welchen Verhältniſſen oder Maßnahmen glaubt ſie eine Beſſerung der wirthſchaftlichen Lage erwarten zu dürfen?
Der Gemarkung könnte durch Ent⸗ und Bewäſſerung der Wieſen und durch ſtellenweiſes Drainiren des Feldes geholfen werden.
Die Bevölkerung kann nur durch das Emporblühen der Induſtrie aus ihren traurigen Verhältniſſen erlöſt werden. Eine Folge des weiteren Emporblühens der Induſtrie würde aber ſein, daß die Zerſplitterung des Grundbeſitzes noch weitere


