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führen. Bezüglich der Thatſachen und Verhältniſſe im einzelnen müſſen Intereſſenten auf die Anlagen I, II und III verwieſen werden und wird hier aus dieſen Special⸗ erhebungen nur Folgendes, als zur unmittelbaren Beantwortung der Frage IX ge⸗ hörig hervorgehoben.
I. Beſitzſtand⸗-Nachweis, beſtehend aus den Nachweiſen über den Werth von Grund und Boden mit Obſtbäumen, Gebäude⸗ capital, Inventarcapital(todt und lebend) und umlaufendes Betriebscapital(Vorrath).
Das Verhältniß der einzelnen Betriebscapitalien zum Grundeapital ſtellt ſich wie folgt:
Größeres Gut:
Das Gebäudecapital beträgt....... 100,86 pCt. vom Grundcapital.
Das Inventarcapital beträgt....... 29,43„„„
Das umlaufende Betriebscapital beträgt... 20,29„„„ Mittleres Gut:
Das Gebäudecapital beträgt....... 86,77„„„
Das Inventarcapital beträgt..... 29,86„ 5 3
Das umlaufende Betriebscapital beträgt.. 18,48„„„ Kleineres Gut:
Das Gebäudecapital beträgt....... 167,92„„„
Das Inventarcapital beträgt.... 9. 48,16„„ 9
Das umlaufende Betriebscapital beträgt... 28,05
Die Gebäudecapitalien wurden nach dem Brandcataſter eingeſtellt, der Verkaufs⸗ werth der Gebäude in Ober⸗Roden ſtellt ſich nur auf 66 pCt. der Brandcataſtertaxe.
II. Natural⸗Rechnung, beſtehend aus den Nachweiſen über Natural⸗Ertrag und Natural⸗Bedarf nebſt Schlußfolgerungen.
Bei der Natural⸗Rechnung ergab ſich eine ziemliche Uebereinſtimmung mit den ſtatiſtiſchen Ernteberichten. Erwähnt muß aber hier werden, daß die 1884er Roggen⸗ ernte außer Betracht bleiben mußte, da dieſelbe in Folge des Roſtes eine Mißernte geweſen iſt.
Die Erträge des Viehſtandes ſind gering, da der Rindviehſtand nicht zahlreich genug iſt und die Milchproduction nicht rationell betrieben wird.
Von großer Bedeutung für die Beurtheilung des Wirthſchaftsbetriebes erſcheint in der Natural⸗Rechnung die Thatſache, daß der Wirthſchaft der producierte Stall⸗ miſt immerhin ziemlich theuer zu ſtehen kommt, nämlich durchſchnittlich auf 55 Pf. pro Centner, wobei noch in Betracht zu ziehen iſt, daß der Miſt ſehr ſtark mit Moos⸗ ſtreu unterſetzt iſt.
Was den Natural⸗Bedarf der Familien anbetrifft, ſo erweiſen die Natural⸗ Rechnungen der 3 Güter, daß die Lebensweiſe eine ärmliche iſt. Der größere Beſitzer weiſt einen größeren Conſum inbeſondere von Fleiſch auf, welcher durch das Halten von Dienſtboten und Taglöhnern ſo zu ſagen erzwungen iſt. Die Koſten der Nahrungs⸗


