Teil eines Werkes 
Band 2, Erster Theil (1886)
Entstehung
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Die Haushaltungen, welche neben Landwirthſchaft noch ein Gewerbe betreiben, beſitzen Liegenſchaften im Werthe von 473,620 Mk., die mit 47,58 pCt. Hypotheken⸗ ſchuld belaſtet ſind. Dieſelben vertheilen ſich auf 57 Haushaltungen, deren Grund⸗ beſitz mit 57,59 pCt. verſchuldet iſt.

10 Haushaltungen der 1. Gruppe ſind mit 79,08 pCt., 11 der 2. mit 47,93 pCt., 26 der 3. mit 53,72 pCt., 10 der 4. mit 71,46 pCt. ihres Liegenſchaftswerthes belaſtet.

d. Eine Zunahme der hypothekariſchen Belaſtung hat in den letzten 10 Jahren ſtattgefunden. Eine ziffermäßige Feſtſtellung unterblieb, da die Hypothekenbücher von Ober⸗Roden nicht erneuert worden ſind und deshalb eine Berechnung ſehr erſchweren würden.

In dem Zeitraume von 18641873 fanden 267 Eintragungen ſtatt, von 18741883 deren 430, von denen 344 gelöſcht ſind.

Von den in der Tabelle A enthaltenen Haushaltungen ſind 221 mit dem darin angegebenen Betrage von Mobiliarſchulden belaſtet; unter den ausſchließlich Land⸗ wirthſchaft treibenden Haushaltungen haben 129 nicht geſicherte Schulden, unter den außer Landwirthſchaft Taglohnarbeiten betreibenden Haushaltungen 31, unter den Landwirthſchaft und Gewerbe betreibenden 61 Haushaltungen.

Wenn die Mobiliarſchulden im Verhältniß zu den Hypothekſchulden gering ſind, ſo liegt das wohl in der Creditloſigkeit der ſtark verſchuldeten Bevölkerung. Ueber⸗ dies ſind auch die Mobiliarſchulden wegen der Verſchämtheit nicht in ihrer ganzen Höhe zu ermitteln.

c. Zinſen und Güterziele werden meiſtens nicht zur Verfallzeit bezahlt und muß wohl die Hälfte im Zwangswege beigetrieben werden und kommt ein Drittel ſogar bis zur Pfändung.

d. Ein Hauptgrund der hohen Hypotheklaſten iſt wohl in den zu großen Ge⸗ bäudecapitalien zu ſuchen, indem immer dieſelben Hofraithen verbleiben, während der Grundbeſitz der darin verbliebenen Wirthſchaft von Generation zu Generation geringer geworden iſt.

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