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3. mit einer leichteren Beſchaffung der Geldbedürfniſſe, insbeſondere Gründung von Conſum⸗ und Creditvereinen, 4. größere Belehrung des Landmanns durch Wort und Schrift.
Zur Begründung des Abſatzes 1 iſt zu bemerken, daß bei der freien Wirth⸗
Zur Erlangung höherer Erträge dürfte eine tiefere Bebauung des Bodens, oder richtiger geſagt, eine größere Lockerung des Untergrundes zu empfehlen ſein. Insbe⸗ ſondere ſollte der Untergrundspflug nicht fehlen.
Da die Gemeinde keine Wieſen beſitzt und all ihr Futter für das Rindvieh, ſowie auch für die Pferde durch den Kleebau erzielen muß, ſo iſt die erſte Aufgabe
forciren will und muß, ſo iſt vor allem eine tiefere Bebauung des Bodens nöthig, als wie bisher ſtattgefunden hat.
Zu einer tieferen Cultur gehört in erſter Linie eine größere Maſſe Dünger, ſowie eine größere Zugabe von künſtlichen Düngern. Die Folge hiervon würde eine höhere Futterproduction ſein, es könnte mehr
und beſſeres Vieh gehalten werden, es würde mehr Dünger producirt, der Kraftzu⸗
ſtand des Bodens würde erhöht und demzufolge die Ernte reicher werden. Es würde daher vorzuſchlagen ſein: 1. tiefere Beackerung des Bodens, 2. eine reichere Düngung und 3. ein großer Futterbau.
In Betreff des Abſatzes 2, eine rationellere Viehhaltung betreffend, wäre darauf hinzuwirken, daß die Landwirthe bei Aufſtellung ihres Rindviehes in der Zahl der Stücke auf die vorhandenen Futtermittel mehr Rückſicht nehmen würden, daß ſie weder zu viel noch zu wenig Vieh zur Fütterung aufſtellten. Ferner, daß das aufgeſtellte Vieh vollſtändig ſatt gefüttert wird, und daß bei dieſer Fütterung mehr Kraftfuttermittel, wie Rapskuchen, Palmkuchen, Kleien ꝛc. verwendet werden.
Weiter wäre die Frage zu unterſuchen, ob die Producte der Rindviehhaltung eine beſſere Verwerthung fänden durch Anlegung einer Sammelmolkerei. Es iſt keine Frage, daß eine Emancipation von den Aufkäufern und Händlern für die Land⸗ wirthe von Vortheil wäre.
Zu Abſatz 3, die Beſchaffung der Geldbedürfniſſe, wäre in Erwägung zu ziehen, ob ein Conſum⸗ nebſt Darlehnskaſſenverein nicht für die Gemeinde von Vortheil wäre.
Zum Schluſſe unſerer Betrachtungen über die Aufbeſſerung der Landwirthſchaft müſſen wir die Belehrung durch Wort und Schrift beantragen.
Die landwirthſchaftlichen Bezirksvereine ſind durch Abhaltung von Bezirks⸗
beſprechungen recht thätig und dieſelben haben einen guten Erfolg.
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