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Die Ortsſparkaſſe hat von 1879—1883 drei Kapitalien im Geſammtbetrag von 1540 Mk. gegen hypothekariſche Verſicherung ausgeliehen; auf Schuldſcheine hat ſie
ausgeliehen
in 1879 in elf Fällen in Beträgen von 20— 100 Mk. zuſammen 733 Mk. 11 1880 2 dreiundzwanzig 1 1 1 2 30— 350 1 11 2795 2 2 1881 1 zwölf 11 1 1 1 35— 250 2 1 1300 2 11 1882 2 zehn 11 1 2 2 25— 550 1 2 1655 1 „ 1883„fünf 35— 75„ 5 290
Zu erwähnen dürfte hier ſein, daß die Einwohner von Meſſel ein Guthaben von zuſammen 102,290 Mk. bei der Sparkaſſe zu Langen haben, das mit 4 pCt. von dieſer verzinſt wird, wie denn auch ein großer Theil der nicht hypothekariſch geſicherten Anlehen bei vermögenden Einwohnern der Gemeinde aufgenommen worden iſt.
Frage VII.
a. Wie ſtehen im Allgemeinen die Arbeits⸗ und Geſindelöhne in der Gemeinde, genügt die ortsanſäſſige Bevölkerung zur Beſtreitung der land⸗ wirthſchaftlichen Arbeiten oder ſind fremde Arbeiter nöthig und woher unmm letztere?
Iſt für die landwirthſchaftliche Bevölkerung Gelegenheit zum ewntendn vorhanden, event. haben dieſe Nebenverdienſte(Arbeiten im Wald, Hausinduſtrie, Fabrikbetriebe, Fuhrweſen ꝛc.) eine beſondere Be⸗ deutung für den Wohlſtand der Landwirthſchaft treibenden Bevölkerung und der Gemeinde im Allgemeinen?
c. Giebt es Landwirthe in der Gemeinde, die mit Rückſicht auf den Umfang und die Rentabilität ihres landwirthſchaftlichen Betriebes an ſich auf Nebenverdienſt und Tagelöhnerarbeit angewieſen wären, ſolche Arbeiten aber aus Standesvorurtheil, Trägheit ꝛc. nicht ausführen?
a. Die Taglöhne berechnen ſich im Allgemeinen durchſchnittlich pro Tag ohne Koſt:
für den Mann auf 1 Mk. 40 Pfg., für die Frau auf 80 Pfg. bis 1 Mk.
An Geſinde werden bezahlt:
für einen Knecht jährlich 200— 300 Mk., für eine Magd„ 100- 120„ nebſt ein Paar Schuhen und Strümpfen,
und berechnet man ſich die Koſt für den Knecht auf circa 250 Mk. und für die Magd auf circa 180 Mk.
Die ortsanſäſſige Bevölkerung genügt z. Z. vollkommen zur Beſtreitung der
landw. Arbeiten und kommen fremde Arbeiter niemals nach Meſſel, vielmehr ſuchen/
die einheimiſchen noch mehrfach Arbeit außerhalb.
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