Druckschrift 
Anleitung zur praktisch-ökonomischen Fabrikation des Zuckers und eines brauchbaren Syrups aus den Runkelrüben, so wie zur anderweitigen Benutzung derselben : auf Befehl des Departements für Gewerbe und den Handel im Hohen Ministerio des Innern ausgearbeitet / von Sigismund Friedrich Hermbstädt
Entstehung
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benden Erde nach Möglichkeit befreyet, hierauf die zarten- Wurzelnfaſern ſo wie- die Krone mit einem Meſſer abgeſchnitten, und die ganz kleinen verfrüppelten, oder wohl gar mit StofleXen durch- ſezten Stücke, zurüFgeworfen, um ſolche zuſammen dem Vieh zu verfuttern,

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Um hingegen die zur Zuerfabrikation ausge» wählten und nach der beſchriebenen Weiſe gerei: nigten Runkelrüben aufzubewahren, bedient man ſich dazu entweder gut gewölbter, troner ,.lufti/- ger Kellerräume, oder wenn man dieſe nicht, we- nigſtens nicht in der erforderlichen Anzahl haben kann, macht man an tronen, nicht dem Empor» ſteigen des Grundwaſſers ausgeſeßzten Stellen, ſechs bis acht Fuß tiefe, zwdlf Fuß lange und ſechs Fuß breite Gruben in der Erde, ſchichtet die Runkel: rüben in denſelben, ohne-irgend ein Zwiſchenmit» tel, lo&er übereinander, bedeFt die Gruben erſt mit hölzernen Brettern, hierauf mit Stroh, und als2 dann mit einer zwey Fuß hohen DeFe Strohrei-

, hen Pferdemiſt, unter welchen Umſtänden die »Runkelrüben ſich ſehr gut anfbewahren laſſen, und ſelbſt bey der ſtrengſten Kälte: vor dem Erfrieren geſchüßt bleiben,

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Anmerkung, Dieſes Aufbewahren der Runkelrüben in Gruben iſt indeſſen nur dann vorzüglich anzuwens- den, wenn es die Noth erforderlich macht, und keine hinreichende Keller zu deren Aufbewahrung vorhan- den ſind. Beſſer bleiben dazu aber immer die Kel- ler, weil beym Aufbewahren der Runkelrüben in der Erde oft eine Fäulniß derſelben eintritt.