Druckschrift 
Anleitung zur praktisch-ökonomischen Fabrikation des Zuckers und eines brauchbaren Syrups aus den Runkelrüben, so wie zur anderweitigen Benutzung derselben : auf Befehl des Departements für Gewerbe und den Handel im Hohen Ministerio des Innern ausgearbeitet / von Sigismund Friedrich Hermbstädt
Entstehung
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. in. einem Garten, oder auf dem Aker, eine Por- tion Samen zu gleicher Zeit auszuſaen, um dieje- nigen Pflanzen, welche nach dem Steen ausge- blieben ſind, durch die zu gleicher Zeit herange- wachſenen jungen Pflanzen auf dem Samenbeete, erſetzen und nachpflanzen zu können, weil ſonſt viel Terräin verloren gehen würde,

Gs 33:

Will man überhaupt das Pflanzen der Run-

kelrüben vorziehen, ſo iſt es zu empfehlen, in einem Garten, ja ſelbſt wohl auf einem Miſtbeete, im Monat März, ſo früh es ſich immer thun läßt, eine Partie Samen nicht zu die auszuſäen, da

denn in der Mitte, oder gegen Ausgang des Mays,-

die jungen Pflanzen ſo weit emporgewachſen ſind, daß ihre Wurzeln die Die einer ſtarken Federpoſe erkennen laſſen, in welchem Fall ſolche nur zum weitern Verpflanzen geeignet ſind,

Ö- 33+

Um jene jungen Beeten nun zu verpflanzen, muß das dazu beſtimmte Land im Ausgang, des Mays, oder im Anfang des Junius, hinreichend tief gepflügt worden ſeyn. Man ziehet hierauf die jungen Pflanzen mit Hülfe eines Spatens derge- ſtalt aus ihrem Mutterlande aus, daß die Spitzen der Wurzeln nicht verletzt werden, wählt die grdß- - ten und geſundeſten Pflänzchen aus, ſchneidet die Blätter, ohne die Krone der Pflanze zu verletzen, bis einen halben Zoll vou derſelben entfernt ab, und pflanzt ſie nun Reihenweiſe 15 bis 18 Zoll

von"einander entfernt, gleich den Kohlpflanzen, B;