Druckschrift 
Anleitung zur praktisch-ökonomischen Fabrikation des Zuckers und eines brauchbaren Syrups aus den Runkelrüben, so wie zur anderweitigen Benutzung derselben : auf Befehl des Departements für Gewerbe und den Handel im Hohen Ministerio des Innern ausgearbeitet / von Sigismund Friedrich Hermbstädt
Entstehung
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| dern vorgezogen. werden.. Ein lehmiger Sandboden, oder auch ein ganz ſandiges Erdreich, gewährt dagegen, ſelbſt beym reich- ſten Dünger, nur einen ſehr ärmlichen Er- trag an Runkelrüben. Zum vorzüglichſien

> Gedeihen trägt ein kalkfreicher, oder mit Kalk- mergel durchſetzte Boden viel bey.

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Nicht weniger wichtig als die Natur. des Bo- dens, iſt auch die Wahl des Düngers, mit welchem derſelbe bedünget worden iſt: denn hier lehret die Erfahrung, daß: | 2)-Runkelrüben, die auf einem Boden gewach- | ſen ſind, auf dem. ehemals Schaafhorden | ſtanden, oder der mit Shaofmiſt bedüngt | worden war, wenig oder gar keinen Zuer,

dagegen aber immer ſalpeterartige Salze produziren.

2) Runkelrüben, die auf einem mit Pferdemiſt friſch bedüngten Boden gewachſen ſind, lie- fern wenig Zu&er, dagegen aber viel Salz- und ſalpeterſaures Kali,

3) Runkelrüben, die auf einem mit. Hornvieh- miſt friſch gedüngten Bodeu erzielt worden

| ſind, liefern zwar Zucker, ihr Saft enthält

| aber viel phosphorſaures, Aepfelſaures und ſalzſaures Ammonium, nebſt ſalzſaurem Kali beygomengt, die ſchwer daraus ge- ſchieden werden kdnnen;

4) Runkelrüben, diein der dritten Frucht, oder auf Brachland gebauet worden ſind, werden im-

- mer Fleiner als die auf friſchgedüngtem Boden