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Die Schaale und das Fleiſch der Runkelrübe, ſind in ihrer Grundmiſchung bedeutend verſchieden. Die Schaale ſcheint faſt ganz aus Pflanzeneiweiß und Faſerſtoff zu beſtehen, und in ihr iſt das äßende Prinzipium, mit einem dem Lakritzenſaft ähnli- <en ScleimzuFer, vorzüg'ich angehäuft; dage- gen das Fleiſch weniger Schleimzucker, und dage- gen mehr wahren kriſtalliſirbaren Zucker'enthält, deſſen Quantität aber, nach der Varietät der Rübe, ſo wie nach ihrer Kultur, oft ſehr differirt,.
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Wird die Runkelrübe von der äußern Schaale, ſo wie von dem Keime befreyet, und dann auf einem gewohnlichen Reibeiſen zerrieben, ſo wer- den ihre Saftgefäße“ zerriſſen, und ſie gehet in . einem flüſſigen Brey über,“ aus dem nun der Saft mittelſt einer'Preſſe von den faſrigen und'markigt- mehlartigen Theilen leiht abgeſondert werden kann. Der Saft zeigt einen ſüßen Geſchma&, läßt aber im Gaumen eine brennende Empfindung zurüs.
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Wird jener Saft zum Sieden erhißt, ſo er- folgt eine Gerinnung deſſelben, und das Pflanzen- eiweiß ſcheidet ſic) in Geſtalt eines etwas grauen Schaumes daraus ab. Der Saft nimmt eine helle weingelbe Farbe an, und bildet, wenn derſelbe fil- trirt, und zur Syrupsdi>e verdunſtet wird, einen füßſc<hme&enden, reich mit Zu&ertheilen beladenen Syrup, aus dem beym fernern gelinden Abdunſten
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