Druckschrift 
Anleitung zur praktisch-ökonomischen Fabrikation des Zuckers und eines brauchbaren Syrups aus den Runkelrüben, so wie zur anderweitigen Benutzung derselben : auf Befehl des Departements für Gewerbe und den Handel im Hohen Ministerio des Innern ausgearbeitet / von Sigismund Friedrich Hermbstädt
Entstehung
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Außerdem finden ſich, vorzüglich unter den leßtern, einige, die aus der Erde empor wachſen, während andere dieſes nicht thun; wobey nod) genau zu unterſuchen iſt, ob jenes Emporwachſen in einem eigenen Karakter jener Beeten beſtehet, oder als etwas Zufälliges angeſehen werden muß.

Ge 570

Wird die eine oder die andere Spielart der Runkelrübe, von der äußern ſie umgebenden Schaale befreyet, ſo zeigt das Fleiſch derſelben eine gewiſſe Härte, einen farbenloſen Saft, der in- eigenen Ge- fäßen eingeſchloſſen iſt, einen überaus ſüßen Zuk- Ferartigen Geſchma>, der aber mit einer eigenen Schärfe verbunden iſt, die man lange nicht aus dem Gaumen und dem Schlünde los wird.

Gat2:

Wird die Runkelrübe in kleine Stü>ke zer- ſchnitten, und dieſe an warmer Luft getrocknet, ſo verliert ſie 75 bis 80 Procent am(vjewicht, wel: <her Gewichtsverluſt in wäßrigen Theilen beſtehet, die beym Auetro>nen daraus entweichen.

; N:+12,

Wird die Runkelrübe einer chemiſchen Zerglie- derung auf dem naſſen Wege unterworfen; ſo laſſen ſich Zu>er, Schleimzu>Xer, Pflanzenei- weiß, ein Mehlartiges Mark, mannigfaltige ſal- zige Materie und eine faſe:ige Subſtanz daraus ſcheiden, welchen Materien überdies no eine eigene rie<ßbäre und ſcharf ſEme>ende Subſtanz beywoh- net, die in der Wärme flüchtig iſt, und als. ein eigenes äßendes Prinzipium anerkannt werden muß,