Druckschrift 
Anleitung zur praktisch-ökonomischen Fabrikation des Zuckers und eines brauchbaren Syrups aus den Runkelrüben, so wie zur anderweitigen Benutzung derselben : auf Befehl des Departements für Gewerbe und den Handel im Hohen Ministerio des Innern ausgearbeitet / von Sigismund Friedrich Hermbstädt
Entstehung
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und Runkel genannt wird, iſt eine Spielart der Mangolds(Beta), welcher an den Mee- reöufern im ſüdlichen Europa wild wächſt, zwey- jährig iſt, und eine mehr oder weniger große Rüz benähnliche Wurzel producirt, die, wenn nicht Ne- benumſtände eine Abweichung veranlagen, reich mit ZuFer beladen erſcheint.

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Die Runkelrübe(Beta altissima) iſt die größte aller Spielarten der Mangolds: ſie erreicht oft die.Grdße eines Menſchenkopfs, und zin-Ge- wicht von 10 bis x2 Pfund. Ihr Nutzen iſt zwiefach: nemlichum ſie den milchenden Kühen als ein ſehr nährendes Futter zu reichen, das ſie ſehr gern genießen; und, um einen dem indiſchen gleichfommenden ZuFer daraus zu ſcheiden,

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Ausgetromtmnen, daß die Runkelrübe ſchon ſelbſt eine Spielart der Mangolds iſt, läßt ſi? ſich wie- der in vier Varietäten unterſcheiden, die in Hinſicht ihrer Qualifikation zur Verfertigung des Zu&er5 ziemlic) von einander abweichen, Zu zenen vier Varietäten gehdren:

a) die durchaus weiße Runkelrübe;

b). die Runkelrübe mit gelver Schaale und weißem Fleiſch;

c) die Runkelrübe mit rother Schaale- und weißem Fleiſch;

d) die: Runkelrübe mit rother Schaale und weißem Fleiſche, das mit rothen Ringen durchwachſen iſt,

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