Druckschrift 
Die jüdische Frage : vom Mysterium Israels / Friedrich Wilhelm Foerster
Seite
127
Einzelbild herunterladen

Theologie, reil er sich weil er ein Maimoni- ıtum, kör- den Juden hgeschätzt, ı Talmudi- hrenstellen m Stamme uf, und es Gewissens- n. Wer da- 7 begegnet, e Ewigkeit Juden, dal \ nicht eher

entschwun-

aller Dinge .n, erinnert inem Vater Geschichte > Güter des ıten Lebens Jakob ab- . Ein jüdr e in diesem hrs studiert h sonst der iyzaachom ruck, wo© einem tiel- N. ei. ed mit I sen Büchern menwirken os jüdischen , aus dürfe

[genden di yy scheinbar nt, In Wahr

heit aber dessen notwendiger Ergänzung dient und das im Grund nichts anderes tut, als im Gehorsam gegenüber den obersten gei- stigen Orientierungen des Talmuds die innerlichste Anwendung durchzudenken und durchzuführen. Diese einfache psychologi- sche Feststellung soll uns nun begleiten, wenn wir im folgenden dazu übergehen ohne jede Stellungnahme zum Ganzen der Chassidim-Bewegung, dem Leser eine Reihe von besonders charakteristischen Aussprüchen vorzuführen, die wir imBuch der Frommen des Jehuda ben Samuel gefunden haben. Doch wollen wir, rückblickend auf das vorangehend Gesagte, noch- mals betonen, daß im Talmud in seiner Eigenart und in seiner Anwendung auf das jüdische Leben doch zweifellos eine hohe Ehrfurcht der Juden vor der unsichtbaren Welt und ein wahr- haft ehrliches metaphysisches Bedürfnis erkennbar wird, woran wir uns stets erinnern wollen, wenn etwa christliche Kritiker in zu verallgemeinernder Weise diechristliche Geistigkeit gegen einen sogenanntenjüdischen Materialismus ausspielen wollen.

DasBuch der Frommen und derChassidismus

Es ist nicht unsere Aufgabe, hier auf die so wohlbekannten histo- rischen Fakten der Chassidim-Bewegung und ihre theologischen Kundgebungen einzugehen und auch nicht im einzelnen auf die zweifellos hochstehenden literarischen Erzeugnisse hervorragen- der Vertreter dieser Bewegung zurückzukommen. Es sei daher nur im Sinne des oben Gesagten kurz auf die hervorragende Stellung hingewiesen, welche dasBuch der Frommen des Je- huda Hachassid unter den sogenanntenMussarschriften ein- nimmt und wo, wie es dem Verfasser erscheinen will, eine Kon- frontierung mit den Texten des Talmuds einen Beitrag zur Lösung der jüdischen Frage leisten kann. Wir geben zunächst die folgenden Auszüge:

Einleitung des Jehuda Hachassid zu seinemBuch der Frommen! Dieses Buch heißt ‚Buch der Frommen. Es ist geschrieben für die, die Gott fürchten und seinen Namen ehren. Denn der

I Die Zitate aus demBuch der Frommen sind zwei in deutscher Sprache herausgegebenen Schriften entnommen: 1. Sulzbach, Die Ethik des Judentums(Frankfurt 1923); 2. Zunz, Geschichte der poetischen, kabbalistischen und neuzeitlichen Literatur der Juden, hrsg. von J. Winter und A. Wünsche(Trier 1896), S. 631 ff.

127