Kampfes gegen Epiphanes und die von ihm vertretene griechische Kultur. Es wird sogar am Sabbat gekämpft und zum„heiligen Kriege“ aufgerufen. Ein zweites und drittes Heer, das zur völ- ligen Vernichtung der Juden bestimmt war, wird unter Führung des Juda Makkabäus geschlagen, der Weg nach Jerusalem wird frei gemacht. Endlich im Jahre 165 wird Jerusalem wieder- erobert und der geschändete Tempel entsühnt und in feierlicher Neueinweihung den Juden zurückgegeben. Auch die Akra kommt nun wieder in den Besitz der Juden; Epiphanes stirbt im Wahnsinn, und ein gewaltiger Triumph einer ihrer geheiligten Tradition bis in den Tod getreuen Minorität hat eine übermütige Majorität, die noch dazu die Nachfolger Alexanders des Großen repräsentierte, endgültig aus dem Lande verjagt.
Hier endet ein ganz großes Kapitel der jüdischen Geschichte, ein Kapitel, das für alle Zeiten ein lebendiger Beweis für die schließliche Überlegenheit einer wahrhaft getreuen Elite über jede Art von bloßer äußerer Macht gewesen ist.
„Griechischer Reichtum“ und„jüdische Armut“
Es wäre sehr wünschenswert, daß in den oberen Klassen der für die intellektuellen Eliten bestimmten Schulen nicht nur die be- kannten griechischen und römischen Klassiker gelesen würden, sondern auch die Schriften des heiligen Augustinus und anderer Autoren, die vom Heidentum zum Christentum übertraten und dann ihren Zeitgenossen darlegten, warum die Antike nicht im- stande war, mit eigenen Mitteln das Problem der geistigen und sittlichen Befreiung des Menschen zu lösen.„Platos Ideen sind erhebend“, sagte Justinus Martyr,„aber sie werfen uns nicht auf die Knie.“ Und Augustin, der durch die ganze griechische Bil- dung hindurchgegangen war, fand in den Psalmen des Alten Testaments eine Klarheit und Strenge der geistig-sittlichen Ziel- setzung, die er in der ganzen reichen Weisheit der Antike ver- geblich gesucht hatte.„Du riefst mich aus dem Vielen, in das ich verirrt war, zurück zu dem Einen.“
Wie wir im vorstehenden Kapitel zeigten, versuchten die Nachfolger Alexanders des Großen die Juden zu hellenisieren. Sie glaubten, damit die hebräische Armut durch den griechischen Reichtum zu ersetzen. Sie sahen nicht, daß aus den Tiefen des jüdischen Gottesglaubens das Heil der Welt hervorgehen werde. Der heilige Hieronymus sagte:„Solange der Mensch noch Grieche
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