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Was im vorstehenden Kapitel berichtet ist, wurde gewiß auch von den christlichen Asketen erlebt, welche die jüdische Tradi- tion fortsetzten. Ja es wurde in einem gewissen Sinne schon in den eleusischen Mysterien erfahren, die keinen Philosophen gelten ließen, der nicht durch die Askese, also durch schwere Übung in der Geistesherrschaft, hindurchgegangen war. Im tra- ditionellen Judentum aber ist außerdem noch ein unvergleich- liches Element lebendig, nämlich der tiefernste Wunsch nach der Gegenwart Gottes in unserem gesamten Tun und Lassen. Und eben weil der wahrhaft gläubige Mensch von dem Verlangen nach jener Gegenwart Gottes erfüllt ist, so offenbart er auch in aller Entsagung, die ihm auferlegt ist, um die Herrschaft über sich selbst in Kraft zu setzen, eine wahrhaft gottergebene Feier- lichkeit. Diese Feierlichkeit gehört auch zu jener geistigen Größe des Judentums, der wir das vorangehende Kapitel gewidmet haben, und ist ihr naturgemäßer Ausdruck.
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