geheimnisvoller geistiger Führung steht?. Ist es nicht interessant, zu sehen, daß solche Feststellungen nicht nur vom spanischen Judentum gemacht wurden, das ja in besonderer Weise vom Wirken Gottes in der Geschichte ergriffen war, sondern von neuem in unserer Zeit, nämlich in der geistigen Entwicklung des aus dem Judentum stammenden französischen Biologen und Phi- losophen Bergson durchgebrochen ist. In Bergsons Erkenntnis vom Wesen der vitalen Lebenskraft spielt die Realität der gei- stigen Kräfte bekanntlich eine so große Rolle, daß sich Bergson von dort aus unerwartet vor die Tore der katholischen Kirche gerückt sah.
Wir erwähnen dies hier, eben weil wir immer wieder auf die erhabene Logik des jüdischen Gottesgedankens und seiner alles durchdringenden Besitzergreifung der irdischen Wirklichkeit stoßen. Gabirols oben zitierte, überaus kondensierte Philosophie der jüdischen Geschichte wurde von uns unterstrichen auch des- halb, weil sie die beste Antwort gibt auf den irrtümlichen Vor- wurf, daß das Christentum doch eine unverkennbare„Vielgöt- terei“ sei, da es der Welt doch zwei Götter präsentiere. In Wahr- heit aber ist der Messias des Neuen Testamentes keineswegs ein zweiter Gott, nein es ist der konsequente Ausdruck jener durch- dringenden Gegenwart Gottes in seiner Schöpfung, wie sie in den oben zitierten Worten des spanisch-jüdischen Philosophen dem Gläubigen zum klarsten Bewußtsein gebracht wird, daß er sich nicht scheut, ihr„Fleisch“ anzunehmen.
Das christliche Mysterium von der„Heiligen Dreifaltigkeit“ bemüht sich, der Einheit und Einzigkeit Gottes dadurch ge- recht zu werden, daß dort der Gottmensch nicht etwa als ein zweiter Gott verkündet wird— nein, die Menschwerdung Got- tes vollzieht sich dort durch die Vermittlung des Heiligen Geistes sowie durch die Geburt des Erlösers im Schoße einer geheiligten Jungfrau aus einem erwählten Volke. So wurde also die Gott- heit nicht etwa verdoppelt, sondern sie trat durch ihren Heiligen Geist mitten in das Menschenleben hinein und ward Mensch, wahrer Gott und wahrer Mensch. Die Verknüpfung beider Wel- ten, so wie sie in allen vier Evangelien physiologisch-geistig ge- schildert wird, ist ein wahrhaft erhabenes Zeugnis für jenes Zu-
5 Bekanntlich haben die Ausblicke Gabirols auf eine Reihe christlicher Zeitgenossen(so auf Albertus Magnus, Duns Scotus und Thomas von Aquin) einen großen Eindruck gemacht; dieselben wußten allerdings nicht, daß der Verfasser dieser Ausblicke jüdischen Ursprungs war.
34
sammenw ten Testar hinweist.
Überblick Jahren ge größte un sich das( habt das] keit nicht lität leugı Entscheid der jüdisc wußten, 0 delte, kar gemäß de bereitung Nicht ann dem Heil dichtete P der Anbeı hoben hal Jahrhund und von Nis wiede jenige Vo Verfolgen keit Gott dieses Fu &herne St höchsten
Virklich} Mensch v Unerschür Wuchs, st; Üas Liche
viel Größ Eines meh Inderte,
j


