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Die jüdische Frage : vom Mysterium Israels / Friedrich Wilhelm Foerster
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Der Sinn des jüdischen Kampfes gegen die Vergöttlichung der

unter Cäsaren

Welt.

nun' Alles, was im Vorangehenden dargelegt wurde, zeigt ganz un- n der verkennbar, daß der Hohepriester Kaiphas nicht allein stand .nsch- und nicht etwa im Widerspruch zur Volksstimmung Rache an n wir der Kritik nehmen wollte, die Jesus zu wiederholten Malen gegen e eine die Pharisäer gerichtet hatte. Nein, der Prozeß gegen den Gottes- senen sohn entsprang einem mehralstragischen Mißverständnis; erkam Gefäß aus der gleichen gewaltigen religiösen Treue und Leidenschaft, die rklich das jüdische Volk zum äußersten Widerstand gegen die göttliche ahm, Verehrung der Cäsaren in Bewegung gesetzt hatte.Wir haben ße des ein Gesetz, nach dem muß er sterben. Dieses Wort des Hohe- - priesters fand ein überwältigendes Echo im ganzen jüdischen as ge- Volke. Hätte der Prozeß gegen Christus eine Liturgie gehabt, so ührer hätte das Volk auf die Worte des Kaiphas einstimmig geant- it dem wortet:Ja, wir haben ein Gesetz, für das wir zu sterben bereit

sind. Und sie waren dazu nicht nur damals, sondern in allen s neue kommenden Jahrhunderten bereit. Es war also verständlich, daß ch bei sie dem Todesurteil gegen denjenigen beistimmten, der sich offen.als Kalt Gottessohn bekannt hatte. Und eben hier liegt das ungeheure iensch- und tragische Mißverständnis, das von jener Stunde an bis zum s Alte heutigen Tage Judentum und Christentum voneinander getrennt abruch hat. Der monotheistische Jude war von sich aus außerstande, ericht- den himmelweiten Unterschied zu verstehen, der zwischen der tbaren Erhebung eines sterblichen Menschen zu göttlichen Ehren und dichr- dem erhabenen Geheimnis besteht, das die christliche Glaubens- Jungen lehre als dieMenschwerdung Gottes bezeichnet. Dieser himmel- k aber weite Unterschied läßt sich aufs einfachste etwa folgendermaßen auszu- formulieren: Auf der einen Seite wird ein sterblicher Mensch rklich-| zum Gott erhoben, auf der anderen Seite nimmt das Höchste zue-| und Heiligste Menschengestalt an. Vergöttlichung eines Men- jorsam| schen aber und die Menschwerdung des göttlichen Geistes sind ge zwei Dinge, die himmelweit voneinander geschieden sind. Es ist 4, daß schon heute für den naturwissenschaftlich-technisch erzogenen mo- dem dernen Menschen schwer genug, den geistigenZugang zurLehrevon in der der Gottheit Christi zu gewinnen. Es war aber noch unvergleich-

die, lich schwieriger für einen jüdischen Rabbi, der Jesus als Mensch vor sich sah und sogar von dessen Familie wußte, die Lehre vom

jert regiet: ee Gottmenschen auch nur von ferne zu begreifen und sie nicht als einen Wahn. zu verurteilen, der im Widerspruch zum mono- inne@ theistischen Geiste der ganzen jüdischen Geschichte stand. Dieses g

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