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Die jüdische Frage : vom Mysterium Israels / Friedrich Wilhelm Foerster
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Unterhaltung und die Wissenschaft zu einer Propaganda für die Unterwelt. Über dem Portal der großen Universität in Kairo stehen die Worte:Chemie ist wichtig, Gott ist wichtiger. Und sehen wir nicht etwa heute schon, wie eine Wissenschaft nach der andern in den Dienst einer planmäßigen Selbstzerstörung tritt? Darum steht die erhabene Botschaft der Propheten und das höch- ste Geheimnis, auf das sie hinweist, hoch über allem Bildungs- trieb und allem Bildungsschwindel. Alle künstlerische Kultur hat nur mit den Wundern der Kreatur zu tun und bringt diese Wunder zum höchsten Ausdruck. Aber dicht neben diesen Wun- dern wohnen die Schrecken der Kreatur und warten nur darauf, die Wunder in den Dienst der Schrecken zu stellen. Überhaupt ist der sogenannteKulturmensch in weit größerer Gefahr als derNaturmensch, dem furchtbarsten Mißbrauch zum Opfer zu fallen. Auch für diese besondere Gefahr des kulturell ge- hobenen Menschen ist das Wort gesagt:Wachet und betet, auf daß ihr nicht in Anfechtung fallet. Die Kultur bedarf der gött- lichen Führung noch mehr als die bloße Natur, die unmittelbar aus den Händen des Schöpfers kommt. Denn dieseNatur wurde noch nicht durchSelbstveredelung trunken und selbst- sicher gemacht. Und eben darum beschäftigt sich das Alte Testa- ment nicht mit den Wundern der Kreatur, sondern mit den Wundern des Kreators und erwartet den Aufstieg des Menschen nicht von der Selbstbestrahlung, sondern von der Höhenbe- strahlung. Hier liegt der ganze Unterschied zwischen Kultur und Gottesherrschaft.

Dies ist unsere Antwort auf die Frage: Was verdankt die menschliche Kultur dem jüdischen Volke?