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Die Freiheitsstrasse : Dachau 1943 - 1945 / Edmond Michelet. Deutsche Übertragung von Dr. Georg Graf Henckel von Donnersmarck
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wiedererlangten Freiheit Franco ganz aus dem Auge verloren hatte.

In den folgenden Tagen baten mich die Rotspanier, die sich immer noch als aus ihrem Lande verbannt betrach- teten, ich möchte mich bemühen, daß sie nach Ende der Quarantäne in Frankreich aufgenommen würden. Die Russen boten ihnen wohl an, sie in Obhut zu nehmen, und die Amerikaner forderten sie sogar auf, diese Ein- ladung anzunehmen, aber trotz der Erinnerungen an die Lager von Gurs oder Argeles zogen sie es vor, zu uns zurückzukommen. Auf der anderen Seite erinnerten sich zahlreiche polnische Pfarrer aus den von den Russen annektierten Gebieten, daß Frankreich tradi- tionsgemäß das Land der Verbannten sei. So nahmen wir sechs Wochen später in genau gleicher Zahl 300 rote Spanier und 300 weiße Polen mit.

Der Typhus war durch die Ankunft der Befreiungs- truppen nicht zum Stillstand gekommen. Die Ameri- kaner ergriffen deshalb drastische Maßnahmen, um wie sie sagten, jede Gefahr der Ansteckung durch zu früh nach Hause entlassene Deportierte auszuschließen. Die Unzufriedenheit, die eine solche Maßnahme auslösen mußte, kann man sich vorstellen, obwohl die Anord- nung durchaus vernünftig war. Das war die Zeit, in der Georges Villiers, von seinem Kommando in Neckarelz erschöpft zurückgekehrt, sich zu meiner Verfügung stellte, um mich in der schwierigen Aufgabe, die Geister zu beruhigen, zu unterstützen. Aber er bekam selber den Typhus, und beinahe hätte er sein Fell dabei ge- lassen. Hunderte von Kameraden, weniger glücklich als er, traf das unerhört schwere Schicksal, in dem Augen- blick zusammenzubrechen, in dem die Hoffnung ge- sichert war, daß sie ihr Land und ihre Lieben wieder- sehen würden. Unter den aus dem Lager mitgebrachten Dokumenten finde ich einen Vermerk des Internatio-

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