fahren, daß seine Arbeiten über die jungen Studenten und Arbeiter in Amerika geschätzt werden. Er erzählt mir dann, wie er dazu gekommen ist, das Spiel ehrlich und bis zum Ende durchzuspielen, die jungen Zwangs- arbeitsverpflichteten nach Deutschland zu begleiten, und wie dann die Nazis seine Arbeit unterbrochen haben, indem sie ihn zuerst ins Gefängnis und dann hierher steckten.
In der Stube von Pierre Suire umgeben Lassus und Morin den Pater mit einer verehrungsvollen Fürsorge. Eine Art Licht scheint von dem Strohsack auszugehen, auf dem er hinten in der Ecke liegt, neben dem Lager von Godart. Pater Riquet hatte es am Weihnachtstage geschafft, seinem Studiengenossen die Wegzehrung zu bringen. Das war nicht einfach, weil der Zutritt zum Revier den Pfarrern verboten war. In der Folge fiel die Rolle eines Tarcisius für den sterbenden Ordensmann einem Laien zu. Suire führte um ihn einen verbissenen Kampf mit dem Tode. Ein weiteres Mal stellte sich Suire— er war entschieden ein Rückfälliger— zu einer Blutübertragung zur Verfügung, nachdem Breuilhot, jüdischer Student der zweiten Panzerdivision, gern das- selbe versprochen hatte. Da sich der Zustand des Paters verschlechterte, wurde in den ersten Tagen des Januar die Amputation des Beines beschlossen. Nach der Ope- ration war ich an seinem Bett und hielt ihm die Hände, als er aus der Narkose noch nicht ganz erwacht war. Mit leiser Stimme redete er etwas wirr vor sich hin. Ich bemühte mich, die scheinbar unzusammenhängenden Sätze, die von seinen Lippen kamen, zu verstehen, weil er Namen nannte, und das hatte meine Aufmerksam- keit erregt. Ich dachte, es müsse sich um Kameraden handeln, die ich noch nicht kannte, zu denen seine letzten Gedanken gingen.
„Vergessen Sie nicht, dem Bernhard Sowieso die Oran- gen von mir zu geben.“ Ich dachte so bei mir an die
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