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Die Freiheitsstrasse : Dachau 1943 - 1945 / Edmond Michelet. Deutsche Übertragung von Dr. Georg Graf Henckel von Donnersmarck
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so groß, daß er es offenbar nicht im mindesten übel- nahm, ihn in sein außergewöhnliches Abenteuer hin- eingezogen zu haben.

Villot und Perrier, zwei Gesichter unter Hunderten, die im Rauch des Krematoriums vergangen sind, um die der Dichter klagt:

Gar mancher wird nicht mehr kosten das würzige Mahl Am heimischen Herd, abends bei der Geliebten.

Vor der Ankunft in Vierzon bleibt der Zug im Tunnel vor dem Bahnhof stehen. Die Lichter gehen aus. Lange Warterei. Eine kräftige, ärgerliche Stimme brüllt plötz- lich draußen in das Schweigen und in die Dunkelheit: Ihr versteht wohl nicht, was? He, Idiotenvolk!(die Anrede war noch energischer gewesen), während vom Ende des Waggons eine andere Stimme, die verstanden hatte, daß unbekannte Kameraden uns diese Flucht- gelegenheit bieten wollten, rief:Die Schweinekerle! Wir sind ja zu zweit gefesselt, unmöglich, sich zu drücken! Ein Feuerstoß aus einer Maschinenpistole; dann kommt alles wieder zur Ordnung, und der Trans- port setzt seine Reise fort. Das war eine kleine vor- bereitende Episode von dem, was bald die Schlacht um die Schiene werden sollte.

Keiner von uns dachte gegen Ende dieses Winters 42/43 daran, daß mehr als zwei endlose Jahre noch notwendig sein würden, um des Feindes Herr zu werden. Aber obwohl Hoffnung und Mutlosigkeit immer wieder wechselten, zweifelte keiner an dem Enderfolg, am wenigsten Abbe Lair, der uns, als wir beim Morgen- grauen über die Loire kamen, mit seiner guten, rauhen, etwas dumpfen Stimme gebeten hatte, unsere Gespräche einen Augenblick zu unterbrechen. Er wolle uns einen Text übersetzen, den er in seinem Brevier gefunden habe, die Epistel des heiligen Paulus, vom vorher- gehenden Sonntag:

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