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Carl Goerdeler und die Deutsche Widerstandsbewegung : mit einem Brief Goerdelers in Faksimile / Gerhard Ritter
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574
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574 Anhang:

geistig und moralisch gesund war, während sie heute geisteskrank und moralisch vet-Wf, xhr gechrı derbt ist. j

Wer noch einen Beweis dieser Geisteskrankheit bedürfte, muß doch darauf verzich-\ N; nissen a ten, wenn er hört, daß Hitler seiner Umgebung die Teilung Italiens als Ziel hingestell/jf. ie seit v hat! Endlich würde Mussolini ihn um Hilfe bitten müssen; dann würde er ihn vielleichtN rischen W zum Statthalter von Norditalien einsetzen und den Apennin zur deutschen Grenz f machen! Hitler ist auch bereit, Rußland, wenn es nur Frieden macht, Grenzen zuzu- gestehen, die eine anständige deutsche Regierung auch heute noch nicht einzuräurieı brauchte; er fabelt sich und anderen nahen Sieg vor!

Angesichts dieses nun offenbar werdenden nationalen Unglücks, in das uns eitt wahnwitzige, göttliches und menschliches Recht verachtende Führung gebracht ha, erlaube ich mir eine letzte Bitte an Sie, sehr verehrter Herr Generalfeldmarschall, richten. Sie können gewiß sein, daß es die letzte sein wird. Nunmehr ist die Stunde gt- kommen, in der wir auch über unser persönliches Geschick endgültig zu entscheide haben. Hier ist der Weg, den das Gewissen klar weist, dort der andere, bequeme.|; karon Verbr Jener mag Gefahren enthalten, aber er ist ehrenvoll; dieser führt zu bitterem Ende un| rad und di furchtbarer Reue. Wissen Sie, sehr geehrter Herr Generalfeldmarschall, angesichts det mi

Sn i E üssen furchtbaren, sich immer mehr beschleunigenden Zerstörungen deutscher Städte nach N) reis

Mechland, w MMiarismus sc

ein Mittel, um einen Sieg zu erringen, der 1. ermöglicht, Rußland endgültig von Europ|| ten Brob; fernzuhalten, 2. die USA und das englische Weltreich dazu zu zwingen, diese Angrifie| gar kei

aufzugeben und schließlich Frieden zu machen? Das ist doch politisch und militärisch hin E gesehen die Frage, die vor uns steht. Wenn es diesen Sieg gibt, dann muß man seine| he Me

Möglichkeit dem deutschen Volk nicht mit Lüge, sondern mit der Wahrheit, die dach I, ass

dann vorhanden sein muß, klarmachen. Wenn es aber den Sieg nicht gibt, dann ist die, me stnd

Fortsetzung des Krieges ein glattes Verbrechen, weil es für ein Volk niemals ein here Bed 1 werde

isches Ende, sondern immer nur ein Weiterlebenmüssen gibt. A Ich habe erneut festgestellt und übernehme dafür die Verantwortung, daß die MögYF,_ Su ER R; zu er 5 wenn Sie lichkeit noch vorhanden ist, zu einem für uns günstigen Friedensschluß zu kommtt|, pern,

wenn wir Deutschen uns selbst wieder verhandlungsfähig machen. Daß mit VerbteF,, ı X ver etnen

chern und Narren kein Staatsmann dieser Welt verhandeln kann, weil er nicht leicht" I.

fertig das Geschick seines Volkes Narrenhänden anvertrauen kann, ist doch selbstver"ht wen

ständlich. Das sagt uns ja auch unser eigenes Gewissen. Natürlich sind die Möglic nal

keiten schwieriger zu verwirklichen als vor einem Jahr. Sie sind auch nur auszunutza 0 bes

wenn der Politiker noch eine gewisse zeitliche Bewegungsfreiheit hat, wenn er als

nicht wie 1918 von heute auf morgen vor das militärische»Wir können nicht meht!

gestellt wird. Wird diese zweite, vom Militär abhängende Voraussetzung erfüllt,©

können wir mit Ruhe, mit verständigem Handeln, den Krieg sofort in der Luft und al. 45,

mählich auch im Lande abbremsen. Wer dem deutschen Volk heute verkünden kant Keüt IX

daß der Krieg in der Luft beendet ist, der hat das Volk hinter sich, und es wird niemanl Setlsten

wagen, gegen ihn eine Stimme zu erheben oder einen Finger zu rühren. So liegen an

Dinge, und nicht ein Jota anders. rein | Derdeler

Zu einem solchen Handeln, in dem man einfach die Dinge beim richtigen Name nennt und die Verbrecher packt, stehe ich auf jede Gefahr hin zur Verfügung.!& 1995 könnte auch zu diesem Zweck wieder Offizier werden, wenn ich nur ein planvoll& schnelles Zugreifen damit sichergestellt wüßte. Heute noch kann ich erklären, daß Aa'Wirts Ihnen, Herr Generalfeldmarschall, und jedem anderen zum notwendigen Handeln Schne

schlossenen General die erdrückende Mehrheit der deutschen Arbeiterschaft, der deu"Krupp, schen Beamten und der deutschen Wirtschaft zuführen kann. Ich kann Ihnen auch, we 13 Yon Sie es wollen, Herrn Goebbels oder Herrn Himmler zum Bundesgenossen machet} Reichs denn auch diese beiden Männer haben längst begriffen, daß sie mit Hitler verloren sind, h War Es handelt sich also wirklich nur um den Entschluß, um die kühle Überlegung u# a) M

um das rechte Handeln. Am gefährlichsten und schließlich unerträglich aber|%

vor der Stimme des Gewissens Tag um Tag die Ohren zu verschließen. Darin vi Bi;

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